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Pressemitteilung - 30. Juli 2020

Corona bremst Baumaßnahmen an Gymnasien

Noch vor zwei Wochen war die Stadtverwaltung guten Mutes, dass die Klassenraum-Mobilbauten am Max-Planck-Gymnasium und der Umbau der Schule an der Königsberger Straße für das Willms-Gymnasium rechtzeitig zum Ende der Sommerferien fertiggestellt werden können. Nun melden gleich mehrere ausführende Handwerker und Lieferanten Behinderungen durch die Corona-Pandemie an.

Die Vorbereitungen am Max-Planck-Gymnasium sind abgeschlossen, die Mobilbauten könnten auf die vorbereiteten Fundamente aufgestellt werden. Nun teilt der Auftragnehmer der Stadt mit, dass die Fertigstellung der Mobilbauten Corona-bedingt nicht zum Ende August 2020 erfolgen kann. Nun sollen die Mobilbauten in der 36. Kalenderwoche geliefert werden und der weitere Innenausbau beginnen.

Die Schulleitung wurde umgehend informiert und es wurde abgestimmt, welche Möglichkeiten der Beschulung es für den zusätzlichen Oberstufenjahrgang nach der Umstellung auf G9 gibt. Glücklicherweise hatte man dort bereits einen „Plan B“ erarbeitet, für den Fall, dass die Fertigstellung sich verzögert.

„Wir können für einen sehr begrenzten Zeitraum alle unsere Schülerinnen und Schüler am Maxe in den bestehenden Räumlichkeiten unterbringen und ihnen trotz der baulichen Verzögerung ein gutes Lernumfeld bereitstellen“, sagt die Schulleiterin Katrin Wutschke. Voraussetzung sei es jedoch, dass die Baumaßnahmen an anderen Räumen, wie zum Beispiel im Musiktrakt, am Ende der Sommerferien wenigstens so weit abgeschlossen werden, dass die Räume und Flure nutzbar sind.

Der Leiter des Gebäudemanagements, Andreas Tensfeldt, ist froh darüber, dass die Schulleitung so weitsichtig und verantwortungsvoll eine mögliche verspätete Fertigstellung aufgrund der Corona-Lage berücksichtigt hat. Gleiches gilt auch für die Schulleitung des Willms-Gymnasiums, die ebenfalls die Corona-Situation vorsichtig eingeschätzt hat und Vorkehrungen für die zusätzlich aufzunehmenden Schülerinnen und Schüler in anderen Klassenräumen getroffen hat.

„Ulrich Droste, Schulleiter der BBS II, hat uns in dieser Lage umgehend ermöglicht, bis zu den Herbstferien Klassenräume am Wiekhorner Heuweg zu nutzen“, erläutert Stefan Nolting das kollegiale Verhalten seines Schulleitungs-Kollegen. Außerdem hat die IGS-Schulleitung zugestimmt, zunächst noch Räume in der alten Pestalozzischule dem „Willms“ zu überlassen.

Andreas Tensfeldt geht nunmehr fest davon aus, dass zum Ende der Herbstferien alle neuen Räume für die Gymnasien fertig sind und nicht nochmals Corona-Rückschläge erfolgen: „Die Auftragnehmer haben derzeit noch volle Auftragsbücher. Corona-bedingte Ausfälle von Mitarbeitern oder Lieferprobleme führen daher sofort zu Verzögerungen. Wir hoffen jedoch, dass sich die Pandemie weiter beruhigt und nicht nach den Ferien eine zweite Infektionswelle die ohnehin schwierige Lage weiter verschärft.“

„Wir haben Verständnis für den Unmut der beiden Schulleitungen“, sagen die Fachbereichsleiter Olaf Meyer-Helfers und Andreas Tensfeldt, „und möchten beiden für ihr Verständnis danken.“


Nr. 273|20