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Pressemitteilung - 18. März 2020

Stadt nimmt erste Geschwindigkeitsdisplays in Betrieb

Am heutigen Mittwoch, 18. März, hat der Fachdienst Verkehr an der Stedinger Landstraße und der Platanenstraße die ersten Geschwindigkeitsdisplays in Betrieb genommen. Die neuen Anlagen zeigen den vorbeifahrenden Verkehrsteilnehmern ihre gefahrene Geschwindigkeit an.

Je nach aktueller Geschwindigkeit ändert sich die Displayanzeige: Ein fröhlicher „Smiley“ in grün ist zu sehen, wenn das gerade gefahrene Tempo die zulässige Höchstgeschwindigkeit einhält. Wenn die Geschwindigkeit über dem angeordneten Tempolimit liegt, ist ein ärgerlich dreinblickender „Frowney“ in rot zu sehen.

„Die beiden Anlagen werden zuerst gezielt an Straßen mit unterschiedlichen Funktionen im Verkehrsnetz eingesetzt“, sagt Hendrik Abramowski, Fachdienstleiter Verkehr, „zum einen an der Stedinger Landstraße im Bereich Deichhausen in stadteinwärtiger Fahrtrichtung, wo Tempo 50 gilt, und zum anderen in der Tempo-30-Zone in der Platanenstraße stadtauswärts.“

An beiden Standorten wurden die Anlagen aufgestellt, weil Erkenntnisse über strukturell zu hohe Geschwindigkeiten vorliegen. Außerdem wurde der Einsatz dieser Anlagen mit jeweiligen Anträgen des Ortsrates Hasbergen sowie des Rates der Stadt Delmenhorst untermauert.

Die seit einigen Jahren von der städtischen Holding Versorgung und Verkehr Delmenhorst (VVD) eingesetzte Anlage ist voll mobil und wird in der sensiblen Zeit nach den Sommerferien ausschließlich im Bereich von Kindergärten und Grundschulen aufgestellt.

Auch die neuen Anlagen haben rein informativen Charakter und erfassen weder Kennzeichen noch persönliche Daten. „Erfahrungsgemäß geht andernorts von den Displays durchaus eine Warnwirkung auf die Verkehrsteilnehmenden aus. Das Ziel einer Dämpfung des an den Einsatzorten oftmals zu hohen Geschwindigkeitsniveaus wird meist erreicht“, sagt Fachdienstleiter Abramowski. „Die Anlagen haben darüber hinaus Memoryfunktionen und liefern somit auch verkehrsplanerische Erkenntnisse, beispielsweise über Verkehrsmengen. Insgesamt leistet die Verwaltung damit einen weiteren Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in Delmenhorst.“

Weitere Anlagen werden nach Abschluss der angelaufenen Testphase mit Feineinstellungen und Feinkalibrierungen Schritt für Schritt im Stadtgebiet aufgestellt. Die Standorte sind nahezu flexibel wählbar und fußen auf den langjährigen statistischen Daten aus der Geschwindigkeitsüberwachung. Zu viele Displays sollten laut Abramowski aber nicht gleichzeitig aufgestellt werden, da man sonst Gefahr liefe, die Wahrnehmung als deutliche Besonderheit zu verwässern. Besser sei es, die Standorte der vorhandenen Anlagen hin und wieder zu wechseln.


Nr. 134|20 - msr