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FAQ – Rückbau Hertie-Gebäude

Was sind die ersten Schritte zum Abriss?
Die vorbereitenden Maßnahmen zur Baustelleneinrichtung haben im Januar 2024 begonnen. Hierzu gehört auch die bereichsweise Sperrung der Bebelstraße für den Kfz-Verkehr. Entlang der Fußgängerzone an der Langen Straße wurden erste Absperrungen errichtet, um den Rückbau des Vordaches vorzubereiten. Parallel beginnt die Schadstoffsanierung und Entkernung im Innenbereich des Gebäudes. Zu den einzelnen Maßnahmen wird der Fachdienst Stadtplanung weiter informieren.

Wie sind die vorgesehen Arbeitszeiten während des Rückbaus?
Für die Abbrucharbeiten wird zu den normalen Arbeitszeiten (Montag bis Freitag, 7 bis 18 Uhr) gearbeitet. Gesetzlich erlaubt sind Arbeitszeiten bis 20 Uhr sowie das Arbeiten an Sonnabenden. Der Terminplan basiert auf den normalen Arbeitszeiten. Es kann im Zuge von Einzelmaßnahmen vorkommen, dass auch zu anderen Zeiten gearbeitet werden muss. Hierzu wird gesondert über den Informationsverteiler informiert.

Mit welchen Einschränkungen ist während der Rückbauarbeiten zu rechnen?
Durch die zentrale Lage des ehemaligen Hertie-Kaufhauses und der massiven Bauweise des Gebäudes sind Lärm und Erschütterungen in der unmittelbaren Nachbarschaft während der Rückbauarbeiten nicht vollständig zu vermeiden. Mit dem Betrieb der Baustelle wird auch der Baustellenverkehr mit An- und Abfahrt von Geräten und Fahrzeugen spürbar sein. Für einen möglichst reibungslosen Ablauf haben die Stadt Delmenhorst, die Feuerwehr und die Polizei die Baustelleneinrichtung und die Verkehrsführung gemeinsam abgestimmt.

Sind im Rahmen der Bauvorbereitungen wichtige Leitungen (Wasser, Telefon, etc.) von den Arbeiten betroffen beziehungsweise Störungen für die Nachbarschaft zu erwarten?
Nein, es sind keine Leitungen von den Rückbauarbeiten betroffen.

Ist mit starken Erschütterungen während der Abbrucharbeiten zu rechnen?
Erschütterungen sind während der Rückbauarbeiten nicht auszuschließen, dennoch wird versucht die Arbeiten so schonend wie möglich umzusetzen. Der Abbruch der massiven Gebäudeteile (Außenwände des Gebäudes) wird am intensivsten sein. Während der Abbrucharbeiten laufen baubegleitende Lärm-und Erschütterungsmessungen, die etwaige Überschreitungen anzeigen. In der Nachbarschaft wurde bereits ein Beweissicherungsverfahren durchgeführt, um mögliche Auswirkungen der Abbrucharbeiten auf die umliegenden Gebäude zu dokumentieren. 

Besteht die Gefahr einer Grundwasserabsenkung?
Nein. Es besteht keine Gefahr für eine Grundwasserabsenkung.  

Besteht die Gefahr von Kampfmitteln auf dem Gelände oder Schadstoffen aus dem Gebäude?
Nein. Die Schafstoffsanierung erfolgt unter sogenannten Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) und geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, einschließlich deren Einstufung und Kennzeichnung, wieder. Sie werden vom Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) ermittelt und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Gemeinsamen Ministerialblatt bekannt gegeben.

Die Schadstoffsanierung am Hertie-Gebäude erfolgt unter Einhaltung der TRGS 519 und 524, welche die Freisetzung von Schadstoffen aus dem Gebäudeinneren verhindern. Dazu gehört zum Beispiel die Einhausung der betreffenden Sanierungsbereiche. Weitere Maßnahmen und Schutzvorkehrungen können aus dem Regelwerk auf der Webseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin entnommen werden: TRGS 519- Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 

Ist es möglich während der Abbrucharbeiten die Fenster in der Umgebung zu öffnen?
Es besteht bei Abbruch beziehungsweise bei den Entkernungsarbeiten die Option, die Fenster offen zu halten. Die Staubentwicklung und die daraus möglichen Beeinträchtigungen für die unmittelbare Nachbarschaft sind von den Witterungsbedingungen abhängig und lassen sich nicht gänzlich ausschließen. Durch das begleitende Benässen wird die Staubentwicklung allerdings auf ein Minimum reduziert. 

Wie sieht der zeitliche Ablauf des Bauvorhabens aus?
Im Januar 2024 wurde mit den vorbereitenden Arbeiten zum Rückbau begonnen und die Baustelle eingerichtet. Aktuell wird die Schadstoffsanierung und Entkernung des Gebäudes vorgenommen. Im Anschluss, geplant für April 2024, wird der maschinelle Abbruch beginnen, um das Gebäude abzutragen. Der Abriss ist bis Ende 2024 angesetzt und endet mit dem Wiederherstellen der Oberflächen und der Abnahme. 

Was ist nach dem Rückbau des Gebäudes geplant?
Parallel zum Rückbau des Gebäudes wird die Stadt Delmenhorst in 2024 die Neubebauung der Fläche vorantreiben. Über eine Konzeptvergabe soll ein Investor gefunden werden. Aus den bisherigen Überlegungen und der städtebaulichen Struktur wird die Stadt im Rahmen der Ausschreibung Rahmenbedingungen und Parameter festlegen, nach denen die Vergabe erfolgt. Auch die Ideen der Bürgerbeteiligung werden in die Vorfestlegungen mit einfließen.

Wo kann ich mich bei Fragen, Hinweisen oder Beschwerden melden?
Für alle Anliegen zum Rückbau des Hertie-Gebäudes wurde eine Kommunikationsstelle eingerichtet, die Fragen, Beschwerden oder Hinweise aufnimmt und vermittelt. Renate Jurgesa von der konsalt GmbH ist telefonisch unter (04221) 99-2944 oder per E-Mail unter hertiekonsaltde erreichbar (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr).

Laufende Informationen zu den Abrissarbeiten werden zudem über einen E-Mail Verteiler verschickt. Nachbarinnen und Nachbarn sowie Interessierte können sich mit einer kurzen E-Mail und dem Stichwort „Verteiler Hertie“ an hertiekonsaltde registrieren.

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