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Stadtempfang 2019

OB Jahnz über große Pläne und das größte Projekt

Krankenhaus, Wollepark, Stadion-Neubau und weitere zentrale Themen sprach Oberbürgermeister Axel Jahnz beim Stadtempfang am Freitagabend (13. Dezember) in der Markthalle an und stimmte auf Schwerpunkte im kommenden Jahr ein.

Rund 200 geladene Vertreter kamen aus Politik und Verwaltung der Stadt Delmenhorst sowie von Behörden, Unternehmen, Religionsgemeinschaften, Vereinen, Schulen und anderen Einrichtungen und Institutionen zusammen, um gemeinsam das Jahr ausklingen zu lassen und auch ein wenig in die Zukunft zu schauen.

Zum Auftakt ließ Oberbürgermeister Jahnz wie immer wichtige Themen des Jahres Revue passieren. Für den Rathauschef konnte es nur ein Thema geben, mit dem er seinen Jahresrückblick beginnen konnte. „Das Krankenhaus mit der Förderkulisse von 150 Millionen Euro, eine unvorstellbare Summe, wird das größte Projekt in der Geschichte der Stadt Delmenhorst“, blickte Jahnz voraus. „Ein besonderer Dank geht an Ministerpräsident Stephan Weil für die große Unterstützung aus Hannover.“

Für den Wollepark verspricht Oberbürgermeister Jahnz rosige Zeiten. „Wir werden zwei weitere Blöcke abreißen und haben auch die Häuser mit der Nummer 11 und 12 im Visier, um etwas Neues auf den Weg zu bringen“, sagte er vor den Vertretern aus allen Bereichen des städtischen Lebens. „Im Wollepark wird ein ganz neues Stadtbild entstehen. Es wird etwas Großes werden!“

Neuigkeiten verriet Jahnz in Bezug auf das Stadion an der Düsternortstraße. „In dieser Woche wurde mir von Atlas-Präsident Manfred Engelbart der Entwurf einer Stiftung mit einem hohen sechsstelligen Betrag für den Zweck Stadion-Neubau vorgestellt“, lobte Jahnz den Vorstoß des Fußball-Oberligisten SV Atlas. „Wir brauchen in Delmenhorst ein neues Stadion. Das muss sein!“ Auch den Weg für eine nagelneue Sporthalle, gerne auch als Mehrzweckhalle, werde man gemeinsam gehen, so Jahnz. Die Sporthalle am Stadion sei im derzeitigen Zustand einfach nur „abbruchwürdig“.

In seiner Rede ging der Oberbürgermeister auch auf die Zukunft der Hertie-Immobilie ein. "Es geht in die entscheidende Phase", sagte Jahnz mit Blick auf die kommenden Wochen. "Mir wurde mitgeteilt, dass die Angelegenheit Hertie auf dem Schreibtisch der NBank liegt."

Ferner dankte Jahnz dem sozialen Engagement in der Stadt und dem Netzwerk der Hilfsorganisationen sowie der Aktion "KinderWunschBaum". Zudem gab es ein großes Lob für die vielen und vielfältigen Veranstaltungen im Verlauf des Jahres 2019 in der Stadt. "Das soll uns erst mal einer nachmachen." Abschließend ehrte Oberbürgermeister Jahnz den in diesem Jahr aus dem aktiven Bundeswehr-Dienst ausgeschiedenen Oberstleutnant a. D. Harald Mauritz für dessen Arbeit mit einer besonderen Münze der Stadt Delmenhorst. "Sie sind ein fantastischer und immer mit der Stadt verbundener Soldat."

Bei einem Büfett von vegan gefülltem Kürbis bis zu traditionellem Grünkohl und von Hochzeitssuppe bis zu Nachtisch-Variationen sowie kalten Getränken und Kaffeespezialitäten kamen die Gäste anschließend miteinander ins Gespräch, pflegten bestehende Kontakte und knüpften auch neue Bekanntschaften.

Künstlerisch bereichert wurde das Ambiente in der denkmalgeschützten Markthalle erneut durch einen Beitrag der Städtischen Galerie Delmenhorst. Leiterin Dr. Annett Reckert und ihre Mitarbeiterin Aneta Palenga hatten diesmal Verweise auf die beiden laufenden Ausstellungen „hespos. das auge im ohr“ sowie „Die Wege der Elisa Kosch“ mitgebracht. Dabei gab es nicht nur etwas zu sehen, sondern auch zu hören.

Musikalisch umrahmte „Chapeau Manouche“ aus Oldenburg die Veranstaltung. In der ungewöhnlichen Kombination mit zwei Gitarren, einer Geige und einem Kontrabass unterhielt das Quartett die Gäste mit schwungvollem Sinti-Swing.


13. Dezember 2019 - tif

 



Der Stadtempfang – eine Tradition

Bereits 1961 regte der damalige Oberbürgermeister Wilhelm von der Heyde an, einen "Ausspracheabend" mit Vertretern aus Wirtschaft, Bundeswehr und Behördenvertretern zu veranstalten. Zur Premierenausgabe des späteren "Stadtempfangs" kamen 150 Gäste ins Hotel "Zur Post".

Im Laufe der Jahre schwankte die Gästezahl stark, denn die Zusammensetzung der Gästeliste wurde ständig verändert. Zeitweise waren über 500 Personen zu Gast. Unter dem Titel "Stadtempfang" wurde die Veranstaltung erstmals im Jahr 1974 angekündigt. 

Beginnend mit dem Jahr 2002 beteiligten sich Sponsoren der örtlichen Wirtschaft an der Ausrichtung des Abends. Von der dadurch bedingten Umbenennung in "Wirtschaftsempfang" fand man ab dem Jahr 2008 wieder zurück zum traditionellen "Stadtempfang".