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Veranstaltungen

Kontakt

Nordwolle Delmenhorst -
Nordwestdeutsches Museum für IndustrieKultur
Am Turbinenhaus 10-12
27749 Delmenhorst

Führungen

Info und Anmeldung:
Telefon: (04221) 2985820

Museumspädagogik

Info und Anmeldung:
Telefon: (04221) 2985814

Nordwestdeutsches Museum für IndustrieKultur

Turbinenhalle
Bild: Stadt

Das Nordwestdeutsche Museum für IndustrieKultur präsentiert inmitten des europaweit einmaligen Komplexes der ehemaligen Norddeutschen Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei (NW&K) klassische und moderne Industriegeschichte.

Neben dem Museumsbesuch lädt das Areal der Nordwolle zu einem Außenrundgang ein. Die aus dem 19. Jahrhundert erhaltenen industriellen Gebäudekomplexe wie Unternehmer-Villa und Arbeiterhäuser können anhand verschiedener Text- und Bildtafeln erschlossen werden und ermöglichen so, in die frühere Fabrikwelt des heutigen europäischen Industriekultur-Denkmals Nordwolle einzutauchen. Besondere Veranstaltungen werden im einzigartigen Ambiente der Turbinenhalle angeboten, der früheren Kraftzentrale und "Kathedrale der Arbeit".

Als Ankerpunkt auf der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH) weisen Museum und Gelände auf ihre überregionale Einordnung und Bedeutung hin.


Öffnungszeiten

Montag: geschlossen
Dienstag: 10 bis 17 Uhr
Mittwoch: 10 bis 17 Uhr
Donnerstag: 10 bis 17 Uhr
Freitag: 10 bis 17 Uhr
Sonnabend: geschlossen
Sonntag: 10 bis 17 Uhr

Das Museum ist vom 17. bis 31. August 2014 geschlossen.


Eintrittspreise

Erwachsene: 3 bzw. ermäßigt 2 Euro
Familienkarte: 8 Euro

Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt.


Abteilung Fabrikmuseum

Das Fabrikmuseum zeigt auf rund 2.300 qm Fläche die wechselhafte Entwicklung der Nordwolle und erschließt in vielfältiger Weise das umliegende ehemalige Fabrikgelände.

1884 von der Bremer Unternehmerdynastie Lahusen gegründet, vor dem Ersten Weltkrieg zum größten Delmenhorster Betrieb ausgebaut und bis in die 1920er-Jahre zu einem weltweit tätigen Textilkonzern gewachsen, steht die Nordwolle exemplarisch für zentrale Aspekte der Industrialisierung und deren Folgen im 19. und 20. Jahrhundert.

In historischen Gebäuden führt die Ausstellung durch die Unternehmensgeschichte der NW&K. Zum Teil noch funktionstüchtige Maschinen und zahlreiche Objekte erzählen von dem Produktionsablauf, der betrieblichen Organisation und dem Arbeitsalltag der Beschäftigten.

Persönliche Dokumente und Gegenstände aus drei Generationen der Lahusens geben einen Einblick in die Lebenswelt und das sich verändernde Selbstverständnis der Bremer Unternehmerfamilie.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet der spektakuläre Zusammenbruch des Nordwolle-Konzerns 1931, der nicht nur zum Ende der Lahusen-Ära, sondern auch zu den Jahren der Not in der deutschen Finanz- und Wirtschaftskrise führte.

Ein Sammlungsschatz sind die erhaltenen Personalkarteien von 1884 bis 1981, die zur Erforschung individueller aber auch kollektiver Lebensgeschichten dienen. Sie belegen die Herkunft der meisten Arbeitskräfte aus Anwerbegebieten Ost- und Südosteuropas und verdeutlichen die Bevölkerungsentwicklung von Delmenhorst als eine Stadt der Einwanderung.

Das Turbinenhaus von 1902 - frühere Kraftzentrale und imposante "Kathedrale der Arbeit" - ist regelmäßig Ort für Sonderausstellungen, Konzerte und Theater. Die einmalige Atmosphäre bietet darüber hinaus die Möglichkeit, den Raum für Trauungen und andere, private Veranstaltungen zu mieten.

Abteilung Stadtmuseum

Das Stadtmuseum im Nachbargebäude lädt zu einer Zeitreise durch mehrere Jahrhunderte ein. Beginnend mit der Gründung der Burganlage im Mittelalter bis zur Entwicklung im 20. Jahrhundert wird die Delmenhorster Stadtgeschichte in fünf Zeitabschnitten anhand vielfältiger Objekte erlebbar.

Entlang typischer regionaler Berufe wie Korkenschneider und Zigarrenmacher zeigt die Ausstellung den Übergang vom Ackerbürgerstädtchen zum größten Industriestandort des Oldenburger Landes.

Verknüpft mit jungen Persönlichkeiten später namhafter Gestalter, Baumeister und Kommunalpolitiker wird Delmenhorst als "Stadt erster Klasse" mit überregionaler Bedeutung in Städtebau, Architektur und Kunstgewerbe vorgestellt.

Eine originelle Inszenierung ist der Nachbau des Anker-Linoleumpavillons für die Oldenburger Landesausstellung 1905 von Peter Behrens. Er verdeutlicht neben Modellen der von Heinz Stoffregen vor dem Ersten Weltkrieg neu gestalteten Rathausanlage den Aufbruch der Stadt in die Moderne.

Ein weiterer Ausstellungsbereich widmet sich der Stadtgeschichte zur Zeit des Nationalsozialismus. Als Garnisionsstadt ausgebaut, wurde Delmenhorst Standort der Bremer Rüstungsindustrie, die massenhaft Zwangsarbeiter einsetzte. Die unter den Nazis einsetzende Judenverfolgung bedeutete das Ende der jüdischen Gemeinde in Delmenhorst.

Der Nachbau eines Delmenhorster Kiosks mit zeitgenössischer Ausstattung von 1957 verkörpert das nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzende Wirtschaftswunder. Die sichtbare Aufbruchsstimmung wird auch in den großen städtebaulichen Planungsmodellen der 1960er-Jahre spürbar. Diese regen dazu an, sich Gedanken nicht nur über die zukünftige bauliche Gestaltung des städtischen Zusammenlebens zu machen.


Route der Industriekultur im Nordwesten

Die Nordwolle ist als ein Teil der Route der Industriekultur im Nordwesten auf der Internetseite der "European Route of Industrial Heritage" (ERIH; Europäische Route der Industriekultur) vertreten. ERIH ist ein touristisches Informationsnetzwerk zum industriellen Erbe Europas.

Zur Route der Industriekultur gehören insgesamt über 850 Standorte in 32 europäischen Ländern. 77 Ankerpunkte bilden zusammen eine virtuelle Hauptroute. Dreizehn regionale Routen führen dabei in die Industriegeschichte der verschiedenen Regionen ein. Alle Standorte sind Themenrouten zugeordnet, welche die Vielfalt der Industriegeschichte aufzeigen und ihre gemeinsamen Wurzeln verdeutlichen.


Logo CultureCall
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Unter dem Motto "Entdecken - wählen - erleben" können Nordwolle-Besucher vor Ort den Berichten des Zeitzeugen Heinz Siemer über das eigene Mobiltelefon lauschen.

CultureCall: (04221) 99-1921