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Tal der Stickgraser Bäke und Heidbäke

Das Landschaftsschutzgebiet befindet sich im Südosten der Stadt und wird mit dem Landschaftsschutzgebiet "Dünsener Bach, Steller Heide" im Landkreis Diepholz fortgeführt.

Geprägt ist das rund 130 Hektar große Schutzgebiet von der Talniederung der Stickgraser Bäke und Heidbäke. Beide Fließgewässer sind ein wesentliches Vernetzungselement und damit für die Libellenfauna sowie als Wanderwege für Fische und Fließgewässerorganismen von besonderer Bedeutung.

Der landwirtschaftlich genutzte Bereich bietet zudem verschiedenen Vogelarten, zum Beispiel dem Kiebitz, Brutmöglichkeiten. Er ist ein wichtiges Nahrungshabitat unter anderem für den Graureiher. Höher gelegene Teilflächen bieten Rückzugsräume für gehölzliebende Tierarten, da sich dort kleinräumig Hecken, Feldgehölze und größere Waldbestände abwechseln.

Insbesondere der naturnahe Alteichen- und Buchenbestand am Gut Hasport erfreut sich zusammen mit dem Hasportsee als Ausflugsziel großer Beliebtheit. Entstanden ist der Hasportsee aus einem Baggersee, der zwischen 1957 und 1963 Sand für den angrenzenden Autobahnbau lieferte. 1962 wurde der See als Naherholungsgebiet hergerichtet.
 
Das Gut selbst wurde erstmals 1681 erwähnt und ergänzt heute zusammen mit einem Hotel den ländlichen Charakter.

Ein weiteres Kernstück des Landschaftsschutzgebietes stellt der nördliche Bereich rund um das Gut Dauelsberg dar. Die dort ansässige soziale Heimstätte kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und ist Hauptbewirtschafter der angrenzenden Acker- und Grünlandflächen.

Neben zahlreichen wertvollen Baumbeständen beeindruckt vor allem die Zufahrt zum Gut mit einer rund 120 Meter langen Allee aus alten Rotbuchen. Die Allee wurde vor 150 bis 200 Jahren gepflanzt und im Jahr 2000 als Naturdenkmal ausgewiesen. Eine Gruppe von neun Stieleichen am Gut Hasport wurde ebenfalls zum Naturdenkmal erklärt.

Für das gesamte Landschaftsschutzgebiet gilt eine ganzjährige Anleinpflicht für Hunde.