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Naturschutzgebiet Hemmelskamp

Buchenaltbestand (Bild: Stadt)

Das Naturschutzgebiet Hemmelskamp wurde 1980 unter Schutz gestellt und ist damit das älteste Schutzgebiet in Delmenhorst. Es hat eine Größe von etwa 7,7 Hektar und befindet sich im nördlichen Stadtgebiet. Das Naturschutzgebiet wird zum größten Teil von einem strukturreichen und naturnahen alten Wald aus Buchen und Eichen gebildet, in den feuchte Senken und ein kleiner See eingebettet sind.

Seine besondere Bedeutung erhält das Schutzgebiet durch eine große Brutkolonie des Graureihers. Die Entstehung dieser Kolonie ist eng mit dem Bau des Neustädter Hafens am linken Weserufer in den 1960er-Jahren verbunden. Beim Bau des Hafenbeckens wurden im Bremer Niedervieland große Spülfelder angelegt, die viele Wasservögel anlockten. Unter ihnen waren auch zahlreiche Fischreiher, die in der ersten Zeit ihre Schlafbäume im Wald von Hemmelskamp hatten. Wurden 1967 zunächst lediglich drei oder vier Nester gezählt, so wuchs die Kolonie bis 1974 auf über 60 Brutpaare an. Heute betreiben hier regelmäßig durchschnittlich 120 Paare ihr Brutgeschäft.

Im Naturschutzgebiet gilt ein Betretungsverbot vom 1. Februar bis 31. Juli eines jeden Jahres. Hunde müssen ganzjährig angeleint werden.