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Pressemitteilung - 8. April 2021

Erneute Lockerungen nur mit verlässlicher Perspektive

Zum ersten Mal seit zwei Wochen ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in der Stadt Delmenhorst am heutigen Donnerstag wieder unter die kritische Marke von 100 gesunken. Das bedeutet aber nicht, dass die am 3. April verfügten zusätzlichen Einschränkungen bereits wieder gelockert werden könnten. Dafür braucht es vielmehr eine verlässlichere Perspektive, dass der Wert dauerhaft unter 100 bleibt.

„Für Prognosen, wann die Voraussetzungen für Lockerungen erfüllt sein werden, ist es heute noch zu früh“, erklärt der stellvertretende Corona-Krisenstabsleiter Hero Mennebäck. „Wir beobachten täglich die Zahlen, schätzen die Situation ein und ziehen daraus gemeinsam mit dem Gesundheitsamt die notwenigen Erkenntnisse.“

In der aktuellen Niedersächsischen Corona-Verordnung sind die Bedingungen klar beschrieben: Sobald sich eine Stadt aufgrund der Infektionszahlen zur Hochinzidenzkommune erklärt hat, muss der Inzidenzwert mindestens sieben Tage lang wieder unter 100 fallen und nach Einschätzung der örtlichen Behörde auch weiter unter der Grenze bleiben. Erst dann können die zusätzlichen Einschränkungen für die Hochinzidenzkommune wieder aufgehoben werden. Das geschieht nicht etwa automatisch, wenn der Inzidenzwert lange genug unter 100 war. Sondern die Stadt muss per Allgemeinverfügung festlegen, ab wann die Sonderregeln nicht mehr gelten.

Davon abweichend können die Einschränkungen für Kindertagesstätten und Schulen bereits wieder aufgehoben werden, wenn die Inzidenz drei Tage lang unter 100 liegt und voraussichtlich weiter unterhalb dieser Schwelle bleibt. Auch in diesem Fall muss die Stadt aber zunächst per Allgemeinverfügung festlegen, ab wann die Kindertagesstätten wieder von der Notbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb übergehen und weitere Schülerinnen und Schüler zum Wechselunterricht nach Szenario B kommen dürfen.

Eindringlich appelliert der stellvertretende Corona-Krisenstabsleiter Hero Mennebäck daher an jede und jeden Einzelnen, weiterhin die Regeln zu beachten. „Auch wenn es sicherlich oft schwerfällt: Schränken Sie Ihre Kontakte so weit wie möglich ein, halten Sie Abstand zu anderen Menschen, tragen Sie medizinische Masken, wo es erforderlich ist, betreiben Sie gründliche Hygiene, nutzen Sie die Testmöglichkeiten. Je weniger Menschen sich mit dem Virus anstecken, desto schneller können zumindest die Regeln für die Hochinzidenzkommune wieder aufgehoben werden. Mal ganz davon abgesehen, dass dann auch weniger Menschen schwer an Covid-19 erkranken oder gar daran sterben.“


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