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Pressemitteilung - 13. Oktober 2020

Drogenberatung unterstützt Menschen seit 40 Jahren

Achtung! Die Veranstaltung am 19. Oktober 2020 im Rathaus wurde Corona-bedingt abgesagt.

Bereits seit 40 Jahren hilft die anonyme Drogenberatung Delmenhorst (drob) Menschen bei ihren Problemen. Mehr als 40.000 Personen haben in dieser Zeit Unterstützung und Begleitung der drob angenommen. Durch eine Partnerschaft mit dem Lions-Club Delmenhorst-Burggraf, die vor 25 Jahren begann, wird die Suchtprävention noch stärker gefördert.

Oberbürgermeister Axel Jahnz würdigt am kommenden Montag, 19. Oktober, im Rathaus das 40-jährige Bestehen der drob sowie die Partnerschaft mit dem Lions-Club Delmenhorst-Burggraf und macht auf das Thema Suchterkrankungen aufmerksam. Bei dem Pressetermin sind auch Vertreter der beiden Organisationen dabei.

1980 beschloss der Rat der Stadt Delmenhorst, eine Beratungsstelle für alle Fragen und Probleme zum Thema Alkohol, Drogen und Medikamente in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Weser-Ems einzurichten. Seitdem steht die anonyme Drogenberatung mit ihren zahlreichen Angeboten Jugendlichen, Erwachsenen, Angehörigen und allen in sozialen oder anderen Bereichen Tätigen zur Verfügung.

Vieles hat sich gewandelt: neue Substanzen, andere Konsumgewohnheiten, Medien, Glücksspiel, Substitution mit Ersatzstoffen, Looping (Arbeit mit Kindern aus suchtbelasteten Familien). Unverändert ist die Haltung der drob: Sucht ist eine erfolgreich behandelbare Erkrankung. Jeder Schritt lohnt sich. Hilfe zu suchen und einen Weg heraus zu finden, verdient allen Respekt und große Anerkennung.

Seit 25 Jahren besteht die engagierte Partnerschaft mit dem Lions-Club Delmenhorst-Burggraf. Bereits 1993 gab es Kontakt zwischen dem Lions-Club und der drob – und die Überlegung, einen Förderverein zu gründen, um das Thema Drogenabhängigkeit stärker aus der Tabuzone zu holen. Besonders wichtig war und ist es dem Lions-Club, Präventionskonzepte und -anstöße in unterschiedliche gesellschaftliche Kreise zu tragen.

Für die drob bedeutete dies ein unerwartetes Geschenk mit weitreichenden Folgen: Seit 1997 ermöglicht die konzeptionelle und finanzielle Partnerschaft mit dem Lions-Club eine systematische Suchtprävention an allen Delmenhorster Schulen.

Die drob verfolgt mit ihrer Arbeit vor allem drei Ziele. Erstens: Sie unterstützt alle Menschen in ihrem Verhalten, die keinerlei psychoaktive Substanzen konsumieren. Zweites Ziel ist, wegen der möglichen Sensibilisierungs- und Bahnungsprozesse im Gehirn und der psychischen Abhängigkeitsdynamik jeden Eintritt in den Konsum von psychoaktiven Substanzen so weit wie möglich in der Lebensspanne aufzuschieben. Drittens soll bei einmal bestehendem gewohnheitsmäßigem Konsum die Qualität und Wirkungsmenge einer psychoaktiven Substanz so reduziert werden, dass möglichst wenige gesundheitsgefährdende Effekte eintreten.


Nr. 383|20 - tif