Sprungmarken

Pressemitteilung - 7. Oktober 2020

Viel Potenzial auf Dächern: Solarkampagne startet

Von diesem Montag, 12. Oktober, bis einschließlich Montag, 9. November, können sich die Eigentümerinnen und Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern zum Thema Solarenergie beraten lassen. Der „Eignungs-Check Solar“ hat einen Wert von 285 Euro, die Hauseigentümer zahlen jedoch nur 30 Euro.

„Bei einem Hausbesuch erfahren die Eigentümer, welche Möglichkeiten es in ihrem Gebäude gibt, mit einer Solarwärmeanlage die Warmwasserbereitung und auch die Heizung zu unterstützen oder mit einer Photovoltaikanlage Strom zu erzeugen. Im Nachgang erhalten die Ratsuchenden einen schriftlichen Bericht zur Solareignung ihres Hauses sowie ausführliche Informationsmaterialen“, beschreibt Karin Merkel von der Verbraucherzentrale Niedersachsen das unabhängige Beratungsangebot.

„Wir möchten den Hauseigentümern diese umfangreiche Beratung nahebringen“, sagt Robert Gerling, Klimaschutzmanager der Stadt Delmenhorst. „Sie ist eine gute Grundlage und Entscheidungshilfe bei den Überlegungen rund um den Bau einer Solaranlage.“ Die Beratung erfolgt hersteller-, produkt- und gewerkeneutral.

Anmeldungen für den „Eignungs-Check Solar“ nimmt der städtische Klimaschutzmanager Robert Gerling unter Telefon (04221) 99-2810 oder per E-Mail an klimaschutzdelmenhorstde entgegen. Berater und Hauseigentümer müssen sich beim Vor-Ort-Termin an die Corona-bedingten Abstands- und Hygieneregeln halten. Formalitäten und Daten zum Energieverbrauch werden bereits vorab telefonisch oder per E-Mail ausgetauscht.

In Delmenhorst sind bislang Solarstromanlagen mit einer Leistung von zehn Megawatt installiert. „Hier gibt es noch viel Potenzial“, sagt Barbara Mussack von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen. Vor allem auf Ein-und Zweifamilienhäusern lasse sich Solarstrom gut einsetzen. Für die Nutzung in Mietobjekten seien noch viele bürokratische Hemmnisse im geltenden Mieterstromgesetz vorhanden, die eine Realisierung schwermachten.

Die sinkenden Preise für Solarmodule ermöglichen die Stromerzeugung zu zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh). Das ist deutlich günstiger als der Strombezug mit durchschnittlich 30 Cent pro kWh. Für den nicht selbst genutzten Strom, der ins Netz eingespeist wird, erhalten Hauseigentümer derzeit etwa acht Cent pro kWh. Es kann sich also lohnen, möglichst viel des selbst erzeugten Stroms im eigenen Haushalt zu verbrauchen, denn durch die Ersparnis von bis zu 20 Cent pro kWh gegenüber dem Strombezug aus dem Netz refinanzieren sich die Anlagenkosten häufig schon nach acht bis zehn Jahren.

Das Angebot wird durch eine neue Kooperation der Stadt Delmenhorst mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen und der Verbraucherzentrale Niedersachsen ermöglicht. Zunächst ist ein Volumen von 40 Beratungen vorgesehen. Die Beratungen sind Bestandteil der Energieberatung der Verbraucherzentrale und werden durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert.


Nr. 367|20 - tif