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Pressemitteilung - 18. Mai 2018

Blindgänger kann entschärft werden

Bürgertelefon-Nummer (04221) 99-1600 bis 15 Uhr

Radio und Fernsehen: Sender Bremen-Walle von 11-13 Uhr für Wartung  abgeschaltet, deshalb unter Umständen in der Zeit kein Radio-Empfang über Ukw=FM und DAB+ (Bremen 1 auf 93,8 MHz, Bremen 2 auf 88,3 MHz, Bremen 4 auf 101,2 MHz, Bremen Next auf 96,7 MHz, Cosmo auf 95,6 MHz, NDR Info auf 95,0 MHz), kein TV-Empfang über DVB-T2 (unter anderem NDR/N3, radio bremen TV). Alternativen für aktuelle Durchsagen: Radio Bremen NDR

Der Blindgänger im Stadtosten ist freigelegt. Es handelt sich um einen Sprengkörper von mindestens zehn Zentnern mit zwei Zündern. Diese sollen abgetrennt und kontrolliert gesprengt werden. Dabei kann es zu kleineren Explosionsgeräuschen kommen, von denen sich die Menschen nicht beunruhigen zu lassen brauchen. Der eigentliche Bombenkörper wird abtransportiert und an anderer Stelle unschädlich gemacht.

Aktuell kreist ein Hubschrauber über dem betroffenen Bereich, um den Abschluss der Evakuierung sicherzustellen. Bislang sind keinerlei Probleme bekannt geworden.

Um 7 Uhr wurde mit vorbereitenden Maßnahmen im Evakuierungsbereich Stickgras/Langenwisch begonnen. Eine halbe Stunde später nahm die Technische Einsatzleitung ihre Arbeit auf und führte die Einsatzkräfte zusammen. Die betroffenen Straßen sind seit 8 Uhr gesperrt. Von 8 bis 9 Uhr wurden mit Lautsprechern Warndurchsagen in dem gesamten Bereich gemacht.

Von den sechs zuvor bekannt gegebenen Sammelstellen wurden Menschen, die keine eigene Transportmöglichkeit hatten, ab 8.15 Uhr mit Bussen zu den eingerichteten Betreuungsstellen gefahren. Ab 8.30 wurden auch die Bewohner des Seniorenheims „Haus am Park“ mit gesonderten Fahrzeugen teils in andere Senioreneinrichtungen und teils in die Betreuungsstellen gebracht, wo sich das vertraute eigene Personal um sie kümmert.

Menschen, die zuvor über das Bürgertelefon Hilfebedarf angemeldet hatten, wurden ab 9 Uhr direkt im Evakuierungsbereich abgeholt. Um 9.15 Uhr wurde mit einer Kontrolle von Haus zu Haus begonnen. Sie soll sicherstellen, dass niemand in dem Bereich verbleibt.

Parallel zur laufenden Evakuierung hat der Kampfmittelräumdienst um 8.30 Uhr mit vorbereitenden Maßnahmen an der Fundstelle des Blindgängers begonnen. Der Verdacht auf eine nicht detonierte Fliegerbombe hatte sich bei vorbereitenden Routineuntersuchungen für eine Baustelle ergeben und bei einer gezielten Überprüfung weiter erhärtet. Die Stadt hat seit Dienstagmittag Kenntnis von dem Fund.

Der Evakuierungsbereich reicht im Norden bis knapp über die Heidkruger Bäke hinaus, im Süden knapp über die Syker Straße hinaus, im Westen knapp über die Kieler Straße hinaus und im Osten bis zum Iprumper Dorfweg. Von der Evakuierung sind etwa 5000 Menschen betroffen. In dem Bereich befinden sich unter anderem ein Seniorenwohnheim, zwei Grundschulen, zwei Kindertagesstätten und ein Jugendhaus.

Aufgrund der nötigen Sperrungen ist nach wie vor mit erheblichen Verkehrsbehinderungen auch im übrigen Stadtgebiet zu rechnen. Es wird dringend empfohlen, auf vermeidbare Autofahrten zu verzichten. Wenn das nicht möglich ist, sollte der Stadtosten möglichst großräumig umfahren und mehr Zeit als üblich eingeplant werden. Der Bahnverkehr Bahnverkehr zwischen Delmenhorst und Bremen ist mittlerweile bis zur Entwarnung in beide Richtungen vollständig eingestellt.

Aktuell sorgen rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen sowie 30 zivile Helfer für einen reibungslosen Ablauf. Eingebunden sind rund 60 Einsatzfahrzeuge, darunter zehn Reisebusse.

Informationen gibt es im Internet auf der Seite www.delmenhorst.de – unter anderem eine Karte des Evakuierungsgebiets und ein vollständiges Verzeichnis aller betroffenen Straßen – sowie über Twitter unter delmenhorst_de. Auch über den Rundfunk werden aktuelle Meldungen verbreitet. Allerdings ist wegen Wartungsarbeiten am Senderstandort Bremen-Walle bis 13 Uhr mit kurzfristigen Empfangsstörungen zu rechnen. Links zu Hinweisen auf alternative Empfangsmöglichkeiten finden sich ebenfalls auf der Internetseite der Stadt.

Bei Fragen können sich Betroffene außerdem weiterhin unter der Nummer (04221) 99-1600 an das eigens eingerichtete Bürgertelefon wenden. Wegen der besonderen Lage steht dagegen das Bürgerservicebüro im City-Center am heutigen Freitag nur eingeschränkt zur Verfügung.

Die Sperrung des Gebiets wird voraussichtlich mindestens bis 14 Uhr dauern, unter Umständen auch noch länger.


Nr. 248|18 - msr