Sprungmarken

Pressemitteilung - 12. März 2018

Diverse Veranstaltungen zur Woche der Zivilcourage

Zum Auftakt zur diesjährigen Delmenhorster Woche der Zivilcourage haben heute rund 120 Schülerinnen und Schüler der Realschule Delmenhorst am Standort Lilienstraße das dokumentarische Theaterstück „Der Kick“ vom Schauspielkollektiv Lüneburg gesehen. Morgen, 13. März, wird der Preis für Zivilcourage von Oberbürgermeister Axel Jahnz verliehen.

Aus diesem Anlass setzt sich nicht nur die Realschule Delmenhorst intensiv mit den Themen (Rechts-)extremismus und Zivilcourage auseinander. Das Schauspiel „Der Kick“ analysiert begünstigende Faktoren, weshalb Rechtsextremismus überhaupt entsteht, und verdeutlicht die Gefahr der Eigendynamik von Gewalt, wenn sie durch extremistische Ideologien gerechtfertigt wird.

Nach dem Theaterstück hatten die jungen Zuschauer die Gelegenheit, mit den Schauspielern über das Stück zu diskutieren. Zeitnah wird zudem unter der Leitung des 4. Fachkommissariats der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch (Staatsschutz) in Klassengesprächen das Gesehene politisch aufgearbeitet.

Der Kommunale Präventionsrat der Stadt Delmenhorst (KPR) untermauert mit diesem Theaterstück sein Programm gegen die sogenannten „Wölfe im Schafspelz“. Denn die Rekonstruktion der dargestellten unfassbaren Tat ermöglicht eine fundierte Diskussion über die Ursachen für die Entstehung von Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und fehlender Zivilcourage.

Darüber hinaus nehmen Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs an insgesamt sechs Klassen-Workshops „Vis a vis – Kompetent für Zivilcourage, gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Diskriminierung und Gewalt“ teil. Dabei geht es um Fragestellungen, die den Teilnehmern im Alltag, zum Beispiel in der Schule, im eigenen sozialen Umfeld oder im öffentlichen Raum begegnen können. Diese Workshops werden ebenfalls vom Schauspielkollektiv Lüneburg geleitet.

Die Realschule setzt aus Tradition klare Zeichen gegen Gewalt: Getreu dem Realschul-Motto „Miteinander reden – Miteinander handeln – Miteinander Zukunft gestalten“ putzten 2017 zum Beispiel Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b des Standortes Lilienstraße im Rahmen des Gedenkens an die Reichspogromnacht sogenannte „Stolpersteine“, damit man die dezentralen Mahnmale für die Opfer des Nationalsozialismus wieder gut erkennen und lesen kann.

In diesem Frühjahr zeigen auch die Berufsbildenden Schulen I, die Mosaikschule und Hauptschule West das dokumentarische Theaterstück „Der Kick“ und bieten den Schülerinnen und Schülern die Workshops „Vis a vis – Kompetent für Zivilcourage, gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Diskriminierung und Gewalt“ an.

Gefördert werden diese Präventionsprojekte an Schulen nach der Richtlinie Demokratie und Toleranz des Niedersächsischen Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie in Oldenburg.


Nr. 119|18 - tif