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Pressemitteilung - 27. November 2015

Stadt sucht Gastfamilien für junge Flüchtlinge

Die Anzahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge aus außereuropäischen Ländern hat in den vergangenen Jahren bedeutend zugenommen. Daher ist die Stadt Delmenhorst auf der Suche nach Familien, Paaren, Lebensgemeinschaften oder Einzelpersonen für die Aufnahme junger Flüchtlinge.

Wer sich und sein Zuhause öffnen und Gastfamilie werden möchte, kann Petra Boockmeyer, Telefon (04221) 58779022, Michael Funke, Telefon 58779020, Uwe Ganz, Telefon 58779024, Ellen Paul-Schulz, Telefon 58779021, kontaktieren oder sich bei der Stadtverwaltung per E-Mail an allgemeinersozialerdienstdelmenhorstde melden.

„Gastfamilie für junge Flüchtlinge können Personen werden, die die Zeit für die benötigte Unterstützung und Begleitung aufbringen können, bereit sind, sich mit unterschiedlichen Kulturen, Werthaltungen und Religionen auseinanderzusetzen, Beziehungen flexibel und kreativ gestalten möchten und ein Zimmer frei haben“, erklärt Jana Sperga, Fachdienstleiterin Allgemeiner Sozialer Dienst der Stadt Delmenhorst.

„Diese Jugendlichen haben viel erlebt: Sie sind bedroht, angegriffen und manchmal auch verletzt worden. Sie fliehen vor Vertreibung, politischer Bedrohung, persönlich erlittenen Misshandlungen oder der Bedrohung ihrer Familie. Alleine kommen sie in Deutschland an und wissen oft nicht, wo ihre Eltern und Geschwister sind. Sie suchen nach einer neuen Lebensperspektive ohne existenzielle Bedrohung.“

Bis ein Asylverfahren entschieden oder ein Bleiberecht gewährt wird, braucht es Zeit. Die rechtliche und humanitäre Verpflichtung zum Wohl der Kinder und Jugendlichen zu handeln, besteht jedoch von Anfang an.

Freiwillige können helfen, indem sie einem jungen Menschen im familiären Umfeld Sicherheit und Unterstützung zukommen lassen. Die Gestaltungsformen und Aufgaben einer Gastfamilie können individuell variieren.

Die Stadt sucht den persönlichen Kontakt, um relevante Rahmenbedingungen und verschiedene Möglichkeiten im Einzelfall zu klären. Außerdem ist es wichtig, Beweggründe und Wünsche, aber vielleicht auch Vorbehalte, auszutauschen. Der Einsatz als Gastfamilie wird mit einer finanziellen Anerkennung honoriert.


Nr. 604/15 - tif