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Pressemitteilung - 27. Februar 2014

Neue Überraschungen im "Gästezimmer"

Von Dienstag, 4. März, bis Sonntag, 9. März, stellen Amina Brotz und Yeon-Ji Kim, Studentinnen der Hochschule für Künste Bremen (HfK) in der aktuellen Ausstellung der Städtischen Galerie Delmenhorst ihre Werke aus.

Bis zum 30. März ist im Haus Coburg die Ausstellung „Heike Kati Barath. Nun gut, wer bist du denn“ zu sehen. Sie zeigt unter anderem großformatige Bildnisse von willensstarken Jungen und Mädchen auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Barath ist auch Professorin für Malerei an der HfK, jede Woche sind andere Studierende ihrer Klasse in der Ausstellung vertreten.

Kim, 1980 in Seoul (Südkorea) geboren, studiert seit 2007 in der Klasse für Figurative Malerei der HfK Bremen. Sie arbeitet meist in Öl auf Leinwand und realisiert dabei ihre Ideen gleichzeitig in verschiedenen Bildern. Im Schaffensprozess entwickeln sich ihre Vorstellungen fortlaufend weiter: „Zunächst trage ich Farbe auf und die erste Form. Ich habe noch keine Vorstellung vom fertigen Bild. Ein Bild geht und ein Bild kommt. Langsam finde ich eine bestimmte Richtung, die zu einem Ergebnis führt“, sagt Kim. Ihr Werk im Haus Coburg verweist auf einen tierischen Besucher, der sich heimlich im Gästezimmer aufhielt. Der Besucher darf sich fragen: „Wer bist du denn?“. Ein Puzzle in Kreide auf Papier gibt entsprechende Hinweise darauf.

Brotz, 1986 in Henstedt-Ulzburg geboren, studiert seit 2009 in der Klasse für Malerei sowie in der Klasse für Bildhauerei an der HfK Bremen. Alltägliches und Unscheinbares bilden Ausgangspunkte ihrer Arbeiten, die meist in Bezug auf einen konkreten Ort entstehen. Eine Vielzahl von Materialien und Techniken wie Druckgrafik, Malerei oder Collage interagieren in ihren Werken miteinander. Im Haus Coburg lenkt Brotz den Blick auf einen oft unbeachteten Aspekt eines Besuches: Der Gastgeber ist stark eingeschränkt, den Raum in seiner ihm zugedachten Alltagsfunktion zu nutzen. Wie ein Gastgeber wird sich auch der Besucher des Hauses Coburg an seinem gewohnten Weg durch die Ausstellung gehindert fühlen.


Nr. 88/14 - Städtische Galerie Delmenhorst