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Pressemitteilung - 17. Januar 2014

Ausstellung: Ungewohnte Sichtweisen auf vertraute Dinge

Eine Ausstellung zum Thema „Delmenhorst im Detail – Blick einer Zugereisten“ ist seit Anfang Januar im Fachdienst Gesundheit der Stadt Delmenhorst in der dritten Etage des City-Centers (Lange Straße 1a) zu sehen. Gezeigt werden 24 Bilder mit Detailansichten der Stadt, fotografiert von Heike Jeß.

Die zugezogene Fotokünstlerin fragt den Betrachter allgemein, insbesondere aber die langjährigen Delmenhorster, bewusst provokant, ob diese die Stadt kennen und meinen, kein Winkel sei ihnen fremd. Dann sieht Jeß einen Blick in die aktuelle Ausstellung als Herausforderung.

Die Fotografin hat ihren Fokus auf außergewöhnliche Dinge im Stadtbild gelegt oder ungewohnte Sichtweisen gewählt, um Vertrautes abzulichten. Dabei ist eine witzige und erstaunliche Mischung entstanden. So gewährt Jeß reizvolle Einblicke in eine Stadt, von der viele glaubten, sie zu kennen.

Unter den Fotos ist auch das Bild „Kriegsrelikt“ zu sehen. Die gezeigte Kanonenkugel in der Kirchenmauer geht auf eine Sage zurück. Im 17. Jahrhundert wurde die Hasberger Kirche von Bremer Kanonen beschossen. Dies geschah angeblich, weil die Bremer die Kirchenglocke haben, die Hasberger diese jedoch nicht hergeben wollten. Eine Kanonenkugel flog dabei in die Kirchenwand, eine weitere soll die Glocke getroffen und diese in den See bei Hasport geschleudert haben. Die Erzählung stellt eine weitere Vermutung über den Verbleib der Kirchenglocke dar. Zur Erinnerung an dieses Ereignis hat man die Kugel in die Chorwand eingemauert.

Die 24 Bilder von Heike Jeß können auch käuflich erworben werden. Bis Mitte Juni sind die Motive im City-Center, jeweils zu den Öffnungszeiten des Fachdienstes Gesundheit (Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr), zu sehen.


Nr. 22/14 - tif