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Coronavirus

Coronavirus in Delmenhorst in Zahlen

Fälle insgesamt 726
Veränderung (gegenüber Vortag) +37
Neue Fälle in den vergangenen sieben Tagen 150
Neue Fälle in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner (Grenzwert: 50)  182,9
Aktuell Infizierte 262
Davon zurzeit in stationärer Behandlung 17
Genesene 459
Todesfälle 5
Aktuell in angeordneter häuslicher Quarantäne 632

Stand: 29. Oktober, 14 Uhr

In Niedersachsen sind aktuell 33.895 Verdachtsfälle bestätigt (plus 1.266 im Vergleich zum Vortag; Stand: 29. Oktober, 9 Uhr). Mehr Zahlen gibt es auf der Internetseite des Landes Niedersachsen.

Die Stadtverwaltung aktualisiert täglich die Zahlen der Coronavirus-Infektionen in Delmenhorst. Diese beziehen sich auf das Gesundheitsamt der Stadt Delmenhorst als offizielle Stelle.

Wer sich über die Corona-Entwicklung in seinem Wohnort informiert, findet mitunter drei verschiedene Angaben zur sogenannten Inzidenz: von der Stadt Delmenhorst, vom Land Niedersachsen und vom Robert-Koch-Institut.

Das Land Niedersachsen hat in der aktuell geltenden Corona-Verordnung erstmals festgelegt, dass für die Einschränkungen beim Überschreiten der Sieben-Tage-Inzidenz-Grenzwerte 35 und 50 die Angaben des Landesgesundheitsamtes entscheidend sind. Die Veröffentlichung des Gesundheitsministeriums finden Sie hier

37 neue Fälle – Inzidenz sinkt dennoch

Seit Mittwoch (28. Oktober) hat die Stadt Delmenhorst 37 neue Corona-Fälle registriert. Trotzdem ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb einer Woche weiter auf nun 182,9 je 100.000 Einwohner gesunken.

Die Zahl der akut an Covid-19 Erkrankten ist auf 262 gestiegen. Als wieder genesen gelten 459 Menschen. Fünf Delmenhorster sind mit Covid-19 gestorben. Zuletzt starb ein Mann von
 Mitte 70 am Sonntag in einem auswärtigen Krankenhaus. Er war positiv auf Covid-19 getestet worden, nachdem er einen Tag zuvor aufgrund einer anderen Erkrankung eingeliefert worden war. Von einem sechsten Todesfall, der seit dem 29. Oktober in der Statistik des Landesgesundheitsamts für Delmenhorst gelistet wird, ist dem Gesundheitsamt der Stadt Delmenhorst nichts bekannt (Stand 29. Oktober, 15 Uhr).

Die Stadt Delmenhorst ist seit dem 8. Oktober Corona-Risikogebiet.


Neue Corona-Regeln ab 2. November

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit den Länderchefs am Mittwoch (28. Oktober) neue Corona-Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ausgehandelt.

Folgende Maßnahmen gelten ab kommendem Montag (2. November):

  • Drastische Beschränkung von Kontakten  private Treffen sind nur noch für bis zu zehn Menschen aus zwei Haushalten möglich
  • Gastronomiebetriebe werden geschlossen – Bringdienste sind hiervon ausgenommen
  • Schließung aller kulturellen Institutionen, Theater, Kinos und Konzerthäuser
  • Schließung von Saunen, Spielhallen und Bordellen
  • Messen und Spezialmärkte werden unterbunden
  • Schließung von Fitness-Studios sowie Schwimm- und Spaßbädern
  • Schließung von Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios  Friseure bleiben offen
  • Unternehmen, die stark betroffen sind, bekommen große Teile ihres Umsatzausfalls vom Bund ersetzt die Größenordnung der Hilfen soll ein Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro haben
  • Touristische Übernachtungen im Inland werden untersagt Ausnahme sind zwingende Dienstreisen
  • Kein Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen
  • Schulen, Kitas bleiben geöffnet
  • Auch der Groß- und Einzelhandel bleibt geöffnet allerdings unter strengen Hygieneauflagen

Niedersächsische Corona-Verordnung (gültig seit 23. Oktober)

> Wo gilt die Maskenpflicht aktuell in der Stadt Delmenhorst?  

> Welche Einschränkungen gelten aktuell in Delmenhorst?


Aktuell gültige Corona-Regeln in Delmenhorst

Die neue niedersächsische Corona-Verordnung gilt seit vergangenem Freitag (23. Oktober). Sie sieht bei kritischen Inzidenzzahlen unter anderem eine Verschärfung der Maskenpflicht im öffentlichen Raum sowie eine Sperrstunde vor.

In der Stadt Delmenhorst sind seit Sonnabend, 24. Oktober, Veranstaltungen mit sitzendem Publikum wieder möglich – laut Allgemeinverfügung der Stadtverwaltung allerdings auf 50 Personen begrenzt. Veranstaltungen, bei denen das Publikum zumindest zeitweise steht, sind dagegen in der Stadt weiterhin untersagt.

Die Stadt Delmenhorst hat den Inzidenzwert von 50 – sprich: 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – seit dem 8. Oktober überschritten und gilt seitdem als Corona-Risikogebiet.

Entsprechend der neuen Landesverordnung gilt die Maskenpflicht ab dem Inzidenzwert 50 – also in der Stadt Delmenhorst – verpflichtend auch unter freiem Himmel, wenn ein Abstandhalten nicht gewährleistet ist.

Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung in der Allgemeinverfügung vom 19. Oktober weitere Orte festgelegt, an denen immer und zwingend ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen ist.


Schulen in halber Besetzung gestartet

Aufgrund der weiterhin steigenden Zahl der Neuinfektionen und der unklaren Infektionsherde sind die Delmenhorster Schulen nach den Herbstferien nur in halber Besetzung gestartet. Das hatte der Krisenstab der Stadt am 22. Oktober entschieden. Die Stadt hat eine Allgemeinverfügung zum Schulbetrieb erlassen.

Danach läuft der Schulbetrieb seit Montag, 26. Oktober, bis auf Weiteres in Wechselschichten nach dem Szenario B aus dem Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplan Corona Schule. Mit dem Wechsel in das Schichtmodell wird unter anderem die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die sich in der Schule aufhalten, halbiert.

Außerdem gilt für alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und andere Beschäftigte sowie Besucherinnen und Besucher auf dem gesamten Schulgelände sowie im Schulgebäude außerhalb der Unterrichtsräume eine Maskenpflicht. Ausgenommen davon sind Kinder bis sechs Jahre sowie Personen mit Nachweis einer Befreiung aus medizinischen Gründen.

Das Szenario B sieht einen Wechsel von Präsenzunterricht und verpflichtendem Heimunterricht vor. In einer Klasse sind maximal 16 Schülerinnen und Schüler gleichzeitig im Präsenzunterricht anwesend. Innerhalb der Lerngruppen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Eine Notbetreuung wird eingerichtet.

Abweichend von den Regeln des Szenarios B findet in den Berufsbildenden Schulen bis 6. November kein Unterricht im Rahmen der dualen Ausbildung statt. Die betroffenen Schülerinnen und Schüler sind in dieser Zeit ausschließlich in ihren Ausbildungsbetrieben tätig. Darüber hinaus wechselt der Bildungsgang zur sozialpädagogischen Assistenz in den Berufsbildenden Schulen in das Szenario C aus dem Rahmen-Hygieneplan: Das Lernen wird vollständig nach Hause verlagert; die Lehrkräfte leiten an und kommunizieren regelmäßig mit den Schülerinnen und Schülern.

Hier gibt es weitere Informationen zum Thema Schulen und Kindertagesstätten.

Kitas im eingeschränkten Regelbetrieb

Kindertagesstätten befinden sich im eingeschränkten Regelbetrieb. Dieses „Szenario B“ nach dem Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplan besagt insbesondere, dass die Kinder nur noch in festen Gruppen betreut werden dürfen; offene Gruppenkonzepte sowie eine Durchmischung verschiedener Gruppen sind untersagt.

In der Praxis bedeutet dies, dass allen Kindern weiterhin eine Betreuung zu regulären Zeiten angeboten werden kann. Bei Früh- und Spätdiensten kann es allerdings zu Änderungen kommen, wenn diese nicht nach Gruppen getrennt möglich sind.

Keine Zuschauer bei Sportveranstaltungen

Beim Sport sind bis auf Weiteres keine Zuschauer mehr zugelassen. Das gilt für sämtliche öffentlichen und privaten Sportanlagen sowohl drinnen als auch draußen. Die Stadt hat eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen.

Das Verbot bezieht sich ausdrücklich auf jegliche Form der Sportausübung, also auch auf das Training. Auch die Anwesenheit von Eltern oder anderen Aufsichtspersonen minderjähriger Kinder ist nicht zulässig.

Bürgertelefon eingerichtet

Die Stadtverwaltung hat – auch für das Wochenende – erneut ein Bürgertelefon eingerichtet. Unter der Telefonnummer (04221) 99-2271 können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen zum Thema Coronavirus stellen. Das Bürgertelefon ist montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 16 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 10 bis 13 Uhr besetzt. Per E-Mail ist das Bürgertelefon unter buergertelefon.coronadelmenhorstde zu erreichen.


Appell von Oberbürgermeister Axel Jahnz

Wegen der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie hat sich Oberbürgermeister Axel Jahnz am 18. Oktober mit einem eindringlichen Appell an alle Delmenhorsterinnen und Delmenhorster gewandt.

Der Appell im Wortlaut auf Deutsch sowie in weiteren Sprachen (Türkisch, Russisch, Englisch, Arabisch, Aramäisch, Rumänisch, Bulgarisch) findet sich hier.

Einschränkungen für Heimbewohner

Bis Dienstag, 3. November, ist den Bewohnerinnen und Bewohnern der Delmenhorster Heime untersagt, die Räumlichkeiten und die Außenbereiche der jeweiligen Einrichtung, in der sie untergebracht sind, zu verlassen. Einrichtungen der Eingliederungshilfe (etwa Heime für behinderte oder psychisch erkrankte Menschen) sind davon ausgenommen. Besuche in Heimen sind einmal pro Woche für 45 Minuten möglich.

Stadt und Polizei kontrollieren

Die Stadt Delmenhorst appelliert wiederholt an die Bevölkerung, die Kontaktbeschränkungen, die Corona-bedingten Abstands- und Hygieneregeln sowie weitere Vorgaben wie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung einzuhalten. Die Stadt und die Polizei führen weiterhin strenge Kontrollen durch.

Krankschreibungen per Telefon wieder möglich

Telefonische Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden sind seit dem 19. Oktober wegen der Corona-Lage wieder bundesweit möglich. Das hat der Gemeinsame Bundesausschusses im Gesundheitswesen (G-BA) beschlossen. Die Regelung soll zunächst bis zum Jahresende gelten. Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können sich telefonisch bis zu sieben Kalendertage krankschreiben lassen.

Besuchsverbot im JHD

Wegen der überregionalen Corona-Fallzahlentwicklung gilt im Josef-Hospital Delmenhorst (JHD) ab sofort ein generelles Besuchsverbot. Es gibt jedoch Ausnahmen. Wer vom Besuchsverbot ausgenommen ist und welche besonderen Regeln im Krankenhaus gelten, steht auf der Homepage des JHD.

Ein absolutes Zutrittsverbot gilt für Kontaktpersonen mit bestätigen Corona-Fällen und für Besucher mit Atemwegsinfekten.

Keine Großveranstaltungen bis Jahresende

Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich sind, bleiben deutschlandweit bis mindestens Ende Dezember verboten. Das haben der Bund und die Länder am 27. August beschlossen. Über die Zulassung von Weihnachtsmärkten und Karnevalsveranstaltungen will Kanzlerin Angela Merkel erst zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Höhere Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Regeln

Wer sich nicht an die vorgeschriebenen Corona-Regeln des Landes Niedersachsen hält, muss mit deutlich höheren Bußgeldern als bislang rechnen. Das geht aus dem Bußgeldkatalog hervor, der am 27. August in Kraft getreten ist.

Demnach werden 100 bis 150 Euro fällig, wenn jemand keine Mund-Nasen-Bedeckung an Orten trägt, wo es vorgeschrieben ist – etwa in Bussen und Bahnen oder beim Einkaufen.

Wer die Abstandsregeln nicht einhält, wird mit 100 bis 400 Euro bestraft. Gruppen von bis zu zehn Personen dürfen sich im öffentlichen Raum treffen, ohne den Mindestabstand einzuhalten. Sind es Angehörige oder Mitglieder zweier Haushalte, dürfen es auch mehr sein. Werden diese Regeln nicht beachtet, kann dies mit 150 bis 400 Euro pro Person geahndet werden.

Quarantäne-Brecher zahlen bis zu 3.000 Euro

Rückkehrer aus Risikogebieten müssen 500 bis 3.000 Euro zahlen, sollten sie sich nicht bis zum Erhalt des negativen Testergebnisses an die Quarantänepflicht halten.

Der neue Bußgeldkatalog bietet den niedersächsischen Kommunen eine Orientierung, wie mit Verstößen gegen die Corona-Verordnung umgegangen werden soll. Für die Kontrolle und die Verhängung von Bußgeldern sind die Ordnungsämter der Kommunen zuständig – hilfsweise die Polizei. Die genaue Höhe des Bußgeldes liegt im Ermessen der jeweiligen Ordnungskräfte.

Testzentrum in Delmenhorst geschlossen

Das Corona-Testzentrum in Delmenhorst ist im Juli in den Ruhemodus versetzt worden. Die zuständige Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) kann die Einrichtung reaktivieren, wenn sich die Corona-Verdachtsfälle – wie zum Beispiel im Frühjahr – wieder häufen.

Wer in der Stadt Delmenhorst glaubt, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollte telefonisch weiterhin seinen Hausarzt oder den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 kontaktieren. Die Mediziner klären am Telefon, ob es sich um einen Verdachtsfall handelt und ein Test notwendig ist.

Corona-Warn-App steht zum Download bereit

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung kann freiwillig aufs Smartphone geladen werden. Die sogenannte Tracing-App alarmiert Nutzer, wenn sie Erkrankten zu nahegekommen sind. Mithilfe der Anwendung sollen Infektionsketten besser erkannt und durchbrochen werden.

In den App-Stores von Google und Apple steht die Anwendung zum Download bereit. Weitere Informationen zur Corona-Warn-App gibt es in mehreren Sprachen hier.


Verhaltenstipps

Von grundlegender Bedeutung zur Vorbeugung ist eine gute Händehygiene, Husten und Niesen in die Armbeuge, Benutzung von Einmaltaschentüchern mit sofortiger Entsorgung sowie das Einhalten eines Mindestabstandes (mindestens eineinhalb, besser zwei Meter) zu anderen Personen.

Das Coronavirus kann eine Atemwegserkrankung mit hohem Fieber und auch eine Lungenentzündung auslösen. In schweren Fällen kann die Krankheit zum Tod führen. Ausführliche Informationen zur Krankheit Covid-19 sowie Hygiene- und Verhaltenstipps zum Schutz vor dem Virus Sars-CoV-2 gibt es hier.



Info-Telefone

Wenden Sie sich telefonisch an Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt, wenn Sie die Sorge haben, sich mit dem Coronavirus (Sars-CoV-2) infiziert zu haben.

Bürgertelefon der Stadt Delmenhorst
(04221) 99-2271
Montag bis Freitag: 9 bis 16 Uhr
Sonnabend und Sonntag: 10 bis 13 Uhr
buergertelefon.coronadelmenhorstde

Kassenärztliche Vereinigung (Notdienst)
116117
rund um die Uhr

Zentrale Corona-Hotline der Niedersächsischen Landesregierung
(0511) 1206000
Montag bis Freitag: 8 bis 18 Uhr
Sonnabend: 10 bis 15 Uhr

Corona-Gesundheitshotline des Landes Niedersachsen
(0511) 4505555
Montag bis Freitag: 9 bis 18 Uhr

Bundesministerium für Gesundheit
(030) 346 465 100
Montag bis Donnerstag: 8 bis 18 Uhr
Freitag: 8 bis 12 Uhr

Weitere wichtige Telefonnummern und Hilfsangebote