Sprungmarken

Coronavirus: Schulen und Kindertagesstätten

Schließung bis 18. April – Abiturprüfungen verschoben

In Niedersachsen sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus seit dem 16. März alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie Kindertageseinrichtungen geschlossen. Das hat die Landesregierung beschlossen. Somit bleiben auch in der Stadt Delmenhorst die Schulen und Kitas bis zum 18. April zu. Horte und Einrichtungen der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege bleiben ebenfalls bis zum 18. April geschlossen.

Abiturprüfungen drei Wochen später

In Niedersachsen werden die Abiturprüfungen wegen der Corona-Pandemie um drei Wochen nach hinten verschoben. Das teilte das Niedersächsische Kultusministerium mit. Demnach sollen die schriftlichen Abiturprüfungen am 11. Mai beginnen. Die Abiturzeugnisse sollen vom 9. bis 10. Juli ausgehändigt werden. Sollte auch der neue Zeitplan nicht eingehalten werden können, werden die Prüfungen ersatzlos abgesagt. Das Abitur würde dann auf Basis der Noten in den vier zurückliegenden Schulhalbjahren erteilt.

Mit der Verschiebung der Prüfungen wird zudem geregelt, dass der Unterricht für die Abiturientinnen und Abiturienten nicht am 15. April beginnt, sondern auch erst am 20. April. Dies ist das Datum, an dem derzeit planmäßig die Schulschließungen enden und der Unterricht wieder aufgenommen werden soll. Ob dieser Zeitplan der Schließungen gehalten wird, wird zu Beginn der 16. Kalenderwoche auf Grundlage einer Lagebeurteilung durch die Niedersächsische Landesregierung entschieden. Dabei wird im Mittelpunkt stehen, ob das dann vorherrschende Infektionsgeschehen eine Aufnahme des Schulbetriebs planmäßig erlaubt oder nicht.

Eigentlich hätten die schriftlichen Prüfungen am 20. April mit dem Fach Geschichte beginnen sollen. Die Kultusminister der Länder hatten sich am 25. März in einer Kultusministerkonferenz darauf geeinigt, dass die Schulabschlussprüfungen bundesweit trotz der Corona-Krise stattfinden sollen.

Notbetreuung in Schulen und Kitas

Für Beschäftigte aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit – wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz – sowie zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen und der Daseinsvorsorge (unter anderem StadtWerkegruppe und Delbus) wird eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler bis maximal Schuljahrgang acht in Schulen angeboten.

Auch in Kindertagesstätten sind Notgruppen gebildet worden. Die Stadt Delmenhorst hat die Träger der Kindertagesstätten aufgefordert, eine Notbetreuung für die genannten Berufsgruppen sicherzustellen. Diese Notbetreuung soll in kleinen Gruppen stattfinden und auf das notwendige Maß begrenzt werden.

Außerdem kann eventuell eine Betreuung in besonderen Härtefällen ermöglicht werden. Fragen zur Notbetreuung sowohl in Kindertagesstätten als auch in Schulen beantwortet das Familien- und Kinderservicebüro. Es ist unter Telefon (04221) 99-2900 erreichbar. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Landes Niedersachsen.

Stadt erlässt Elternbeiträge für Kitas

Um alle Eltern zu entlasten, die nun keine Betreuung in Anspruch nehmen können, hat die Stadt Delmenhorst entschieden, rückwirkend ab dem ersten Schließungstag die Elternbeiträge zu erlassen. Diese Regelung gilt für Einrichtungen aller Träger bis zum Ende der verfügten Schließungen.

Zahlungen per Einzugsermächtigung werden nicht mehr abgebucht. Eltern, die einen Dauerauftrag eingerichtet haben, sollten diesen stoppen. Zu viel gezahlte Beträge werden den Eltern erstattet.

Jugendhäuser und Familienzentrum Villa telefonisch erreichbar

Die Jugendhäuser in der Stadt sind seit dem 16. März für die offene Jugendarbeit geschlossen. Die Angebote des Familienzentrums Villa (zum Beispiel Senioren-Spielenachmittage, Eltern-Kind-Café, Familienausflüge, Familien-Ferienfrühstück) finden ebenfalls nicht statt.

Dennoch sind die Mitarbeiter aller Delmenhorster Jugendhäuser und des Familienzentrums Villa auch während der Corona-Krise für Kinder und Jugendliche da. Kinder ab sechs Jahren und Jugendliche können die ihnen vertrauten Ansprechpartner montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr telefonisch erreichen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, E-Mails zu schreiben. Die Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Jugendhäuser sind hier zu finden.