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Coronavirus: Schulen und Kindertagesstätten

Schulen bis Weihnachten im Szenario B

Aufgrund der weiterhin hohen Zahl an Neuinfektionen läuft der Unterricht an den Delmenhorster Schulen noch mindestens bis zum Beginn der Weihnachtsferien in halber Klassenstärke und im Wechsel von Präsenzunterricht und Lernen zu Hause (Szenario B aus dem Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplan Corona Schule). Das hat der Corona-Krisenstab der Stadt Delmenhorst entschieden (Allgemeinverfügung).

Das Land Niedersachsen hat festgelegt, dass die Weihnachtsferien bereits am Montag, 21. Dezember, beginnen. Der letzte Schultag vor den Ferien ist somit am Freitag, 18. Dezember.

Mit dem Wechsel in das Schichtmodell wird unter anderem die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die sich in der Schule aufhalten, halbiert. Außerdem gilt für alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und andere Beschäftigte sowie Besucherinnen und Besucher auf dem gesamten Schulgelände sowie im Schulgebäude außerhalb der Unterrichtsräume eine Maskenpflicht. Ausgenommen davon sind Kinder bis sechs Jahre sowie Personen mit Nachweis einer Befreiung aus medizinischen Gründen.

Das Szenario B sieht einen Wechsel von Präsenzunterricht und verpflichtendem Heimunterricht vor. In einer Klasse sind maximal 16 Schülerinnen und Schüler gleichzeitig im Präsenzunterricht anwesend. Innerhalb der Lerngruppen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Eine Notbetreuung wird eingerichtet.

Duale Ausbildung: Berufsschüler lernen zu Hause

Die Berufsschüler (duale Ausbildung), die keinen Blockunterricht haben, werden an den berufsbildenden Schulen bis zu den Weihnachtsferien weiter im Szenario C unterrichtet. Das geht ebenfalls aus der aktuellen Allgemeinverfügung der Stadt Delmenhorst hervor. Das Lernen wird also vollständig nach Hause verlagert; die Lehrkräfte leiten an und kommunizieren regelmäßig mit den Schülerinnen und Schülern.

Die Bildungsgänge zur sozialpädagogischen Assistenz sowie zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann befinden sich an den berufsbildenden Schulen ebenfalls im Szenario C (Lernen zu Hause).

Drei Szenarien entwickelt

Niedersachsens Kultusministerium hat drei Szenarien für den Schulbetrieb erarbeitet: Neben dem eingeschränkten Regelbetrieb als Szenario A (Präsenzunterricht, feste Lerngruppen, „Kohorten-Prinzip“) gibt es die Szenarien B (Wechselmodell zwischen Präsenz- und Heimunterricht) und C (Quarantäne und Schulschließungen, Unterricht ausschließlich zu Hause). Die Schulen haben Leitfäden zur Durchführung des Schulbetriebs unter Corona-Bedingungen sowie zu den drei Szenarien erhalten.

Grundsätzlich sollen Schulschließungen möglichst vermieden werden; sie gelten nur als äußerstes Mittel. Unter Wahrung der Maßnahmen aus dem Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplan und mit häufigem Lüften soll die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus an Schulen zum Winter hin kleingehalten werden.


Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat betont, wie wichtig das Thema Lüften auch bei schwierigen Witterungsverhältnissen in der kälteren Jahreszeit ist: „Wir in Niedersachsen orientieren uns an der Faustformel 20-5-20: 20 Minuten Unterricht, fünf Minuten Stoßlüften und 20 Minuten Unterricht. Dieser Rhythmus lässt sich gut in den Ablauf einer Schulstunde integrieren und kann einen wichtigen präventiven Beitrag gegen die Verbreitung des Virus leisten.“


Kitas im eingeschränkten Regelbetrieb

Alle Kindertagesstätten in Delmenhorst befinden sich im eingeschränkten Regelbetrieb. Dies geht aus einer Allgemeinverfügung der Stadtverwaltung hervor.

Dieses Szenario B nach dem Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplan Corona Kindertagesbetreuung besagt insbesondere, dass die Kinder nur noch in festen Gruppen betreut werden dürfen; offene Gruppenkonzepte sowie eine Durchmischung verschiedener Gruppen sind untersagt.

In der Praxis bedeutet dies, dass allen Kindern weiterhin eine Betreuung zu regulären Zeiten angeboten werden kann. Bei Früh- und Spätdiensten kann es allerdings zu Änderungen kommen, wenn diese nicht nach Gruppen getrennt möglich sind.