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Coronavirus: Maskenpflicht

Erweiterte Maskenpflicht im Freien und in Arbeitsstätten

Zur Eindämmung des Coronavirus müssen in Niedersachsen – also auch in der Stadt Delmenhorst – bis auf Weiteres beim Einkaufen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, an sämtlichen Haltestellen sowie an anderen vorgeschriebenen Orten Mund und Nase bedeckt werden.

Seit Dezember ist es laut Corona-Verordnung zudem Pflicht, in Arbeits- oder Betriebsstätten eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen – außer man befindet sich an seinem Arbeitsplatz und kann dort den Mindestabstand von 1,5 Metern zu allen anderen Personen einhalten. Eine weitere Ausnahme gilt für Personen, bei denen die Art der Tätigkeit das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zulässt – etwa bei handwerklichen oder körperlich anstrengenden Tätigkeiten.

In Delmenhorst ist die Maskenpflicht darüber hinaus wegen der hohen Zahl der Neuinfektionen bis auf Weiteres ausgeweitet. Unter anderem ist im Bahnhof, auf dessen Nord- und Südseite sowie dem gesamten ZOB-Gelände ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Diese Regelung gilt nicht nur für Reisende mit Bus und Bahn, sondern auch für Personen, die diese Bereiche lediglich passieren.

Auch auf Kundenparkplätzen von Geschäften und Supermärkten gilt eine Maskenpflicht. Insassen von Kraftfahrzeugen haben vom Verlassen des Fahrzeugs bis zum erneuten Einsteigen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Für Radfahrer gilt dies vom Abstellen des Fahrrades bis zur Abfahrt. Fußgänger haben im Parkplatzbereich ebenfalls eine entsprechende Bedeckung zu tragen.

Mund-Nasen-Schutz in Fußgängerzone Pflicht

In der Fußgängerzone in der Innenstadt sowie auf dem Rathausplatz muss täglich in der Zeit von 10 bis 18 Uhr ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Dies gilt seit dem 2. Dezember für Fußgänger auch in dem Abschnitt der Bahnhofstraße, der nicht Teil der Fußgängerzone ist. Entsprechende Hinweisschilder wurden aufgestellt.

Auf dem Gelände der Delmenhorster Wochenmärkte gibt es ebenfalls eine Maskenpflicht. Auch alle Passanten, die dort nicht einkaufen, müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Auch auf den Kinderspielplätzen im Stadtgebiet gilt für alle Begleitpersonen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Kinder bis zwölf Jahren sind davon ausgenommen.

Die Stadt und die Polizei Delmenhorst werden auch künftig streng kontrollieren, ob die Maskenpflicht im öffentlichen Bereich an den vorgeschriebenen Orten eingehalten wird. Zudem sind die Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs dazu verpflichtet, stärker auf die Einhaltung der Maskenpflicht zu achten.

Wer etwa in Bussen und Bahnen, auf den Wochenmärkten oder beim Einkaufen keinen Mund-Nasen-Schutz trägt, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 100 bis 150 Euro. Das geht aus dem aktuellen Bußgeldkatalog des Landes Niedersachsen hervor.

Attest als Nachweis notwendig

Wer aus gesundheitlichen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz an den vorgeschriebenen Orten tragen kann – beispielsweise Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen –, muss dies mit einem ärztlichen Attest oder einer vergleichbaren amtlichen Bescheinigung, zum Beispiel Schwerbehindertenausweis, nachweisen.

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr. Auch bei Bewegung unter freiem Himmel, insbesondere bei Spaziergängen und Sport – außerhalb der Fußgängerzone, des Bahnhofs/ZOB und von Kundenparkplätzen –, ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nicht verpflichtend.

Bedeckung muss aus textilem Material bestehen

Um der Maskenpflicht nachzukommen, reicht jeder Schutz vor Mund und Nase, der aufgrund seiner Beschaffenheit geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch zum Beispiel Sprechen, Husten oder Niesen zu verringern. Auch selbst geschneiderte Masken, Schals, Tücher und Buffs sind denkbare Alternativen.

Wichtig ist, dass sowohl Mund als auch Nase bedeckt sind ein unter der Nase hängender Schutz, der nur den Mund abdeckt, ist nicht ausreichend. Die Mund-Nasen-Bedeckungen muss eng anliegen und aus textilem oder textilähnlichem Material bestehen. Gesichtsvisiere oder sogenannte Faceshields sind daher als alleiniger Schutz nicht ausreichend.