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Coronavirus: Maskenpflicht

Nur noch mit FFP2-Maske in Busse und Bahnen

In allen Bussen und Bahnen müssen im Hinblick auf die Corona-Pandemie seit dem 24. April FFP2-Masken getragen werden. Eine OP-Maske ist ab sofort nicht mehr ausreichend; so steht es im neuen Bundesinfektionsschutzgesetz. Dasselbe betrifft auch alle körpernahen Dienstleistungen (zum Beispiel Physiotherapie, Friseurbetrieb oder Fußpflege). 

Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske gilt ab einer Inzidenz von 100 und wird erst dann rückgängig gemacht, wenn die Inzidenz fünf Tage in Folge darunter liegt.

> Wo liegt die Inzidenz aktuell in der Stadt Delmenhorst?

Die FFP2-Maskenpflicht gilt auch an den Haltestellen. Nur Kinder bis sechs Jahre und Menschen mit Attest sind davon ausgenommen.

Zur Eindämmung des Coronavirus gilt zudem in Geschäften (inklusive Eingangsbereich), auf den zugehörigen Parkplätzen, auf den Wochenmärkten und bei Gottesdiensten in Niedersachsen – also auch in der Stadt Delmenhorst – eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken.

Mit medizinischen Masken sind OP-Masken, Masken der Standards KN95 oder FFP2 und Masken mit mindestens gleichwertigem genormten Standard gemeint. Atemschutzmasken mit Ausatemventil sind nicht zulässig.

Die Pflicht, an den genannten Orten medizinische Masken zu tragen, gilt nicht für Kinder zwischen dem sechsten und dem 15. Geburtstag. Bei ihnen reicht eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung. Grundsätzlich von der Maskenpflicht ausgenommen sind Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr.

Generell empfehlen Bund und Länder das Tragen medizinischer Masken auch bei engeren oder längeren Kontakten zu anderen Personen, insbesondere in geschlossenen Räumen.

Laut Niedersächsischer Corona-Verordnung ist es zudem Pflicht, in Arbeits- oder Betriebsstätten eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen – außer man befindet sich an seinem Arbeitsplatz und kann dort den Mindestabstand von 1,5 Metern zu allen anderen Personen einhalten. Eine weitere Ausnahme gilt für Personen, bei denen die Art der Tätigkeit das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zulässt – etwa bei handwerklichen oder körperlich anstrengenden Tätigkeiten.

Weitere Informationen zur Maskenpflicht und Antworten auf häufig gestellte Fragen gibt das Land Niedersachsen hier.

Darüber hinaus hat die Stadt Delmenhorst weitere Orte festgelegt, an denen Mund und Nase bedeckt werden müssen (entsprechende Hinweisschilder wurden aufgestellt):

  • Fußgängerzone in Innenstadt und auf Rathausplatz sowie Bahnhofstraße: täglich in der Zeit von 10 bis 18 Uhr
  • Gelände der Nord- und Südseite des Bahnhofs
  • Kinderspielplätze: Maskenpflicht für Begleitpersonen (Kinder bis zwölf Jahre sind ausgenommen)

Wichtig ist, dass sowohl Mund als auch Nase bedeckt sind – ein unter der Nase hängender Schutz, der nur den Mund abdeckt, ist nicht ausreichend. Die Mund-Nasen-Bedeckung muss eng anliegen. Gesichtsvisiere oder sogenannte Faceshields sind daher als alleiniger Schutz nicht ausreichend.

Die Stadt und die Polizei Delmenhorst kontrollieren streng, ob die Maskenpflicht im öffentlichen Bereich an den vorgeschriebenen Orten eingehalten wird. Die Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs sind verpflichtet, verstärkt auf die Einhaltung der Maskenpflicht zu achten.

Wer etwa in Bussen und Bahnen, auf den Wochenmärkten oder beim Einkaufen keine Maske trägt, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 100 bis 150 Euro. Das geht aus dem aktuellen Bußgeldkatalog des Landes Niedersachsen hervor.

Attest als Nachweis notwendig

Wer aus gesundheitlichen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz an den vorgeschriebenen Orten tragen kann – beispielsweise Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen –, muss dies mit einem ärztlichen Attest oder einer vergleichbaren amtlichen Bescheinigung, zum Beispiel Schwerbehindertenausweis, nachweisen.

Bei Bewegung unter freiem Himmel, insbesondere bei Spaziergängen und Sport – außerhalb der genannten Orte –, ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nicht verpflichtend.

FFP2-Masken für Risikogruppen

Seit Anfang Januar können über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen FFP2-Schutzmasken gegen Abgabe eines Gutscheins bei den Apotheken abholen.

Alle Berechtigten erhalten zwei fälschungssichere Coupons für jeweils sechs Masken. Die Coupons werden von den Krankenkassen zugeschickt und können in den Apotheken eingelöst werden. Die Anspruchsberechtigten zahlen pro eingelöstem Coupon einen Eigenanteil von zwei Euro hinzu.