Sprungmarken

Coronavirus: Maskenpflicht & Kontaktbeschränkungen

Bund und Länder halten an Regelungen fest

Nach Einschätzung von Experten haben sich der Mindestabstand von 1,5 Metern, verstärkte Hygiene-Maßnahmen sowie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in bestimmten öffentlichen Bereichen und das Instrument der Kontaktbeschränkungen bewährt. Deshalb bleiben die bisherigen Regeln bis auf Weiteres bestehen.

Nach dem Bund-Länder-Beschluss vom 17. Juni gilt weiterhin: Kontakte zu anderen Personen sollen möglichst gering gehalten werden, Kontaktbeschränkungen werden dem Infektionsgeschehen angepasst.

Treffen von zehn Personen erlaubt

In Niedersachsen – und somit auch in der Stadt Delmenhorst – dürfen sich Angehörige von zwei unterschiedlichen Haushalten oder bis zu zehn Personen verschiedener Haushalte im öffentlichen Raum treffen.

Grundsätzlich sollten auch bei Treffen zu Hause Abstands- und Hygieneregeln eingehalten und für ausreichende Belüftung gesorgt werden. Empfohlen werden nach wie vor Treffen im Freien.

Maskenpflicht bleibt bestehen

Zur Eindämmung des Coronavirus gilt in ganz Niedersachsen – also auch in der Stadt Delmenhorst – bis auf Weiteres eine Maskenpflicht. Seit dem 27. April müssen beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln Mund und Nase bedeckt werden. Bußgelder können verhängt werden, wenn Bürger gegen die Maskenpflicht verstoßen.

Wer in Bussen und Bahnen keinen Mund-Nasen-Schutz trägt, soll künftig sogar 150 Euro zahlen. Eine entsprechende Neufassung des Bußgeldkatalogs soll in Kürze vom Land Niedersachsen vorgelegt werden. Bislang müssen Maskenverweigerer im ÖPNV mit einem Bußgeld von 20 Euro rechnen.

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr und Menschen mit Erkrankungen, die das Tragen einer Maske nicht erlauben, beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch bei Bewegung unter freiem Himmel, insbesondere bei Spaziergängen und Sport, ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nicht verpflichtend.

Schals und Tücher ausreichend

Um der Maskenpflicht nachzukommen, reicht jeder Schutz vor Mund und Nase, der aufgrund seiner Beschaffenheit geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch zum Beispiel Husten oder Niesen zu verringern. Auch selbst geschneiderte Masken, Schals, Tücher und Buffs sind denkbare Alternativen. Wichtig ist aber, dass sowohl Mund als auch Nase bedeckt sind ein unter der Nase hängender Schutz, der nur den Mund abdeckt, ist nicht ausreichend.

Atemschutzmasken (FFP) sollen dem Personal in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen vorbehalten bleiben. Mund-Nasen-Schutzmasken sind beispielsweise in Apotheken und im Sanitätshandel erhältlich. Wer einen Mund-Nasen-Schutz trägt, verringert nach Einschätzung der meisten Experten die Infektionsgefahr für andere Menschen.