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Coronavirus: Maskenpflicht & Kontaktbeschränkungen

Maskenpflicht auch an einige Orten im Freien

Nach Einschätzung von Experten haben sich zum Schutz vor dem Coronavirus der Mindestabstand von 1,5 Metern, verstärkte Hygienemaßnahmen sowie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in bestimmten öffentlichen Bereichen und die Kontaktbeschränkungen bewährt. Deshalb bleiben die bisherigen Regeln bis auf Weiteres bestehen.

Zur Eindämmung des Coronavirus müssen in Niedersachsen – also auch in der Stadt Delmenhorst – bis auf Weiteres beim Einkaufen, in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an anderen vorgeschriebenen Orten Mund und Nase bedeckt werden.

In Delmenhorst ist die Maskenpflicht darüber hinaus wegen der hohen Zahl der Neuinfektionen bis auf Weiteres ausgeweitet. Unter anderem ist im Bahnhof, auf dessen Nord- und Südseite sowie dem gesamten ZOB-Gelände ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Diese Regelung gilt nicht nur für Reisende mit Bus und Bahn, sondern auch für Personen, die diese Bereiche lediglich passieren.

Auch auf Kundenparkplätzen von Geschäften und Supermärkten gilt eine Maskenpflicht. Insassen von Kraftfahrzeugen haben vom Verlassen des Fahrzeugs bis zum erneuten Einsteigen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Für Radfahrer gilt dies vom Abstellen des Fahrrades bis zur Abfahrt. Fußgänger haben im Parkplatzbereich ebenfalls eine entsprechende Bedeckung zu tragen.

In der Fußgängerzone in der Innenstadt sowie auf dem Rathausplatz muss täglich in der Zeit von 10 bis 18 Uhr ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Entsprechende Hinweisschilder wurden aufgestellt. Auf dem Gelände der Delmenhorster Wochenmärkte gilt ebenfalls eine Maskenpflicht. Auch alle Passanten, die dort nicht einkaufen, müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Auch auf den Kinderspielplätzen im Stadtgebiet gilt für alle Begleitpersonen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Kinder bis zwölf Jahren sind davon ausgenommen.

Die Stadt und die Polizei Delmenhorst werden auch künftig streng kontrollieren, ob die Maskenpflicht im öffentlichen Bereich an den vorgeschriebenen Orten eingehalten wird.

Wer in Bussen und Bahnen, auf den Wochenmärkten oder beim Einkaufen keinen Mund-Nasen-Schutz trägt, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 100 bis 150 Euro. Das geht aus dem Bußgeldkatalog des Landes Niedersachsen hervor, der am 27. August in Kraft getreten ist.

Attest als Nachweis notwendig

Wer aus gesundheitlichen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz an den vorgeschriebenen Orten tragen kann – beispielsweise Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen –, muss dies mit einem ärztlichen Attest oder einer vergleichbaren amtlichen Bescheinigung, zum Beispiel Schwerbehindertenausweis, nachweisen. Zudem sind die Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs dazu verpflichtet, stärker auf die Einhaltung der Maskenpflicht zu achten.

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr. Auch bei Bewegung unter freiem Himmel, insbesondere bei Spaziergängen und Sport, ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nicht verpflichtend.

Schals und Tücher ausreichend

Um der Maskenpflicht nachzukommen, reicht jeder Schutz vor Mund und Nase, der aufgrund seiner Beschaffenheit geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch zum Beispiel Husten oder Niesen zu verringern. Auch selbst geschneiderte Masken, Schals, Tücher und Buffs sind denkbare Alternativen. Wichtig ist aber, dass sowohl Mund als auch Nase bedeckt sind ein unter der Nase hängender Schutz, der nur den Mund abdeckt, ist nicht ausreichend.

Atemschutzmasken (FFP) sollen dem Personal in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen vorbehalten bleiben. Mund-Nasen-Schutzmasken sind beispielsweise in Apotheken und im Sanitätshandel erhältlich. Wer einen Mund-Nasen-Schutz trägt, verringert nach Einschätzung der meisten Experten die Infektionsgefahr für andere Menschen.

Kontaktbeschränkungen gegen die Virus-Verbreitung

Weiterhin gilt nach dem Bund-Länder-Beschluss vom 27. August: Kontakte zu anderen Personen sollen möglichst gering gehalten werden, Kontaktbeschränkungen werden dem Infektionsgeschehen angepasst.

Bei privaten Treffen gilt in Delmenhorst derzeit eine Höchstzahl von zehn Personen. Dabei dürfen seit Dienstag, 20. Oktober, nur noch maximal zwei verschiedene Haushalte zusammenkommen – unabhängig davon, wo das Treffen stattfindet.

Ausnahmen: Für die Teilnahme an standesamtlichen Trauungen, Hochzeitsfeiern oder Beerdigungen sowie Feiern aus religiösen Anlässen gilt nach wie vor eine Obergrenze von 25 Personen.

Grundsätzlich sollten auch bei Treffen zu Hause Abstands- und Hygieneregeln eingehalten und für ausreichende Belüftung gesorgt werden. Empfohlen werden nach wie vor Treffen im Freien.

Bund und Länder appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, die allgemeinen Abstands- und Hygienemaßnahmen weiter konsequent zu beachten und eine Mund-Nasen-Bedeckungen an den vorgeschriebenen Orten zu tragen. Zudem weisen sie darauf hin, wie wichtig das Lüften ist. Regelmäßiges Stoßlüften in allen privaten und öffentlichen Räumen kann die Gefahr der Ansteckung erheblich verringern, heißt es in dem Bund-Länder-Beschluss vom 29. September.