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Coronavirus: Informationen für Unternehmen und Arbeitnehmer

Hilfsprogramme von Bund und Land

Der Bund und das Land Niedersachsen unterstützen in der Corona-Krise mit einer Reihe von finanziellen Hilfsprogrammen kleine, mittlere und große Unternehmen sowie Solo-Selbstständige, freiberuflich Tätige und Beschäftigte. Die Corona-Hilfen der Bundesregierung werden kontinuierlich nachjustiert und erweitert.

Eine Übersicht zu den niedersächsischen Corona-Sonderprogrammen gibt es bei der NBank. Der Bund und das Land Niedersachsen stellen über die NBank die verschiedenen Corona-Sonderprogramme zur Verfügung.

Informationen und Anträge zu den Überbrückungshilfen sowie zur Neustart-, November- und Dezemberhilfe gibt es hier. Härtefallhilfen können Unternehmen über das zentrale Portal www.haertefallhilfen.de beantragen. Dort sind auch die Förderrichtlinie, weitere Informationen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen abrufbar.

Einen Überblick über weitere Corona-Hilfen bieten das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesfinanzministerium. Das Land Niedersachsen hat Unterstützungsmöglichkeiten und Ansprechpartner für Unternehmen aufgelistet.

Die Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft (dwfg) informiert auf ihrer Homepage ebenfalls über verschiedene Hilfsprogramme und Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen.

Verbindliche Testangebote

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die Corona-Arbeitsschutzverordnung angepasst und bis zum 24. November verlängert. Arbeitgeber bleiben demnach verpflichtet, in ihren Betrieben mindestens zweimal pro Woche für alle in Präsenz Arbeitenden die Möglichkeit für Schnell- oder Selbsttests anzubieten.

Kinderkrankengeld: Entlastung für berufstätige Eltern

Wegen der Corona-Pandemie wird für dieses Jahr die Zahl der Tage, an denen gesetzlich Versicherte Anspruch auf Kinderkrankengeld haben, verdoppelt. Zudem gilt der Anspruch nicht nur bei Krankheit des Kindes, sondern auch, wenn Kitas und Schulen pandemiebedingt geschlossen sind oder die Betreuung eingeschränkt ist. Der Bundesrat hat die Regelung gebilligt. Sie tritt rückwirkend zum 5. Januar in Kraft.

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld steigt von zehn Tagen pro Elternteil und Kind auf 20 Tage und damit für Elternpaare pro Kind auf 40 Tage. Auch für Alleinerziehende verdoppelt sich der Anspruch pro Kind von 20 auf nun 40 Tage. Elternpaare oder Alleinerziehende mit zwei Kindern haben Anspruch auf maximal 80 Kinderkrankentage. Bei weiteren Kindern erhöht sich der Anspruch noch einmal um zehn Tage auf dann maximal 90 Tage. Weitere Informationen zum Kinderkrankengeld hat die Bundesregierung hier zusammengestellt.

Entschädigung für Verdienstausfall

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Selbstständige haben einen Anspruch auf Entschädigung für Verdienstausfall, der ihnen durch Tätigkeitsverbot oder Absonderung (Quarantäne) aufgrund des Infektionsschutzgesetzes entstanden ist. Voraussetzung für den Entschädigungsanspruch ist eine entsprechende Anordnung des zuständigen Gesundheitsamts.

Auch erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern können sich für Verdienstausfall entschädigen lassen, wenn sie ihre Kinder betreuen müssen, weil die Betreuungseinrichtung oder Schule aufgrund des Infektionsschutzgesetzes geschlossen ist und es keine andere zumutbare Betreuungsmöglichkeit gibt. Dieser Anspruch gilt bei Kindern unter zwölf Jahren sowie unabhängig vom Alter, wenn das Kind wegen einer Behinderung auf Hilfe angewiesen ist.

Anträge auf Entschädigung müssen innerhalb von zwölf Monaten gestellt werden. Weitere Informationen und Antragsformulare gibt es hier.

Kurzarbeitergeld: Erleichterter Zugang bis Ende 2021

Um die Belastungen der Corona-Pandemie für Arbeitnehmer und Arbeitgeber abzufedern, hat das Bundeskabinett die Verlängerung des erleichterten Zugangs zum Kurzarbeitergeld beschlossen. Die Regelungen zum vereinfachten und erhöhten Bezug von Kurzarbeitergeld werden bis Ende 2021 verlängert. Der Bundesrat hat dem Maßnahmenpaket zugestimmt.

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