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Coronavirus: Informationen für Reisende

Touristische Übernachtungen nicht erlaubt

Aufgrund der hohen Infektionszahlen sind alle Bürgerinnen und Bürger weiterhin aufgefordert, auf nicht zwingend notwendige Reisen zu verzichten. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am 25. November erneut verständigt. Die niedersächsische Landesregierung hat die Bund-Länder-Beschlüsse in der aktuellen Corona-Verordnung bereits umgesetzt.

Seit dem 2. November dürfen demnach Einrichtungen wie Hotels oder Pensionen in Deutschland Übernachtungsangebote nur noch für zwingend notwendige Zwecke wie etwa unverzichtbare Dienstreisen zur Verfügung stellen. Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Gästehäusern oder Ferienwohnungen zu touristischen Zwecken sind in Deutschland dann nicht gestattet.

Die Beschränkungen sind zunächst bis Ende November 2020 befristet. 
Bereits vor dem 2. November vor Ort befindliche Gäste dürfen ihren Urlaub zu Ende führen und müssen nicht vorher abreisen. Eigene Ferienwohnungen oder Ferienhäuser dürfen selbst benutzt werden, dies gilt auch für Dauercamper. Tagesreisen sind nicht grundsätzlich verboten. Jedoch sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, auch darauf zu verzichten.

Einreisende aus internationalen Risikogebieten

Seit dem 9. November gelten für Ein- und Rückreisende aus internationalen Corona-Risikogebieten neue Regeln, die das Land Niedersachsen in der bis Ende November gültigen Quarantäne-Verordnung festgehalten hat. Wer nach Niedersachsen reist und sich in den vergangenen zehn Tagen in einem Risikogebiet im Ausland aufgehalten hat, muss sich unverzüglich in eine zehntägige Quarantäne begeben.

Das bedeutet: Unmittelbar nach der Einreise aus einem intentionalen Risikogebiet müssen sich Betroffene auf direktem Wege in die eigene Wohnung, an den Ort des gewöhnlichen Aufenthalts oder in eine andere geeignete Unterkunft begeben und sich dort für einen Zeitraum von zehn Tagen nach ihrer Einreise ununterbrochen von anderen Menschen absondern. Welche Länder derzeit zu den Corona-Risikogebieten gehören, listet das Robert-Koch-Institut (RKI) hier auf.

Die Quarantänezeit kann frühestens fünf Tage nach der Einreise beendet werden. Voraussetzung dafür ist ein molekularbiologischer Corona-Test (PCR-Test) mit negativem Testergebnis, der frühestens am fünften Tag nach der Einreise vorgenommen werden darf. Der Test muss die Anforderungen des RKI, die hier veröffentlicht sind, erfüllen. Für welche Personengruppen eine Ausnahme von der Quarantänepflicht gilt, hat das Land Niedersachsen aufgelistet.

Wer aus einem internationalen Corona-Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt, muss sich neben der Absonderung unverzüglich über das Internetportal www.einreiseanmeldung.de melden und auf das Vorliegen der Quarantänepflicht hinweisen. Das Gesundheitsamt kann Reiserückkehrer aus Risikogebieten innerhalb von zehn Tagen nach Einreise dazu auffordern, ein negatives Testergebnis vorzulegen oder einen Corona-Test zu machen. Die Pflicht zur Vorlage eines Nachweises bzw. zur Duldung einer Testung entsteht erst mit der Aufforderung des Gesundheitsamtes.

Bei Nichteinhalten der Regeln droht ein hohes Bußgeld. Nach dem Infektionsschutzgesetz ist das eine Straftat und kann mit bis zu 25.000 Euro Strafe geahndet werden.

Antworten auf häufig gestellte Fragen hat das Land Niedersachsen hier zusammengefasst.

Corona-Test beim Hausarzt

Einige Arztpraxen führen die Testung selber durch, andere überweisen an eine Infektionspraxis. Seit dem 1. Oktober können kostenfreie Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten nur noch über den Hausarzt oder Infektionspraxen durchgeführt werden.

Wer sich beim Hausarzt testen lassen möchte, sollte unbedingt vorher dort anrufen, um das weitere Vorgehen abzusprechen. Zudem gibt es unter der Telefonnummer 116117 und im Internet unter www.116117.de weitere Informationen, wo ein Test gemacht werden kann.

Online-Formular für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Eine Meldung beim Gesundheitsamt der Stadt Delmenhorst ist für Reiserückkehrer aus internationalen Risikogebieten über das Online-Formular möglich.

Abgefragt werden unter anderem Name, Anschrift, Kontakt- und Reisedaten. Wer bereits ein negatives Testergebnis vorliegen hat, kann dieses auch im Online-Formular hochladen. Bei Testergebnissen aus dem Ausland muss überprüft werden, ob diese nicht älter als 48 Stunden sind. Daher sollten zu Testergebnissen aus dem Ausland zusätzlich Reiseunterlagen (zum Beispiel Boardingkarte) hochgeladen werden.

Einreisende aus Nicht-Risikogebieten

Auch Reisende aus Nicht-Risikogebieten können sich nach ihrer Rückkehr in Deutschland freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Seit dem 15. September sind die Tests für Reiserückkehrer, die nicht aus einem Risikogebiet kommen, nicht mehr kostenlos.

Testzentrum in Hannover-Langenhagen

Die Corona-Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) für Reiserückkehrer sind seit dem 15. September wegen der Neuregelungen des Bundesgesundheitsministeriums vorerst geschlossen. Das Testzentrum am Hannoveraner Flughafen Langenhagen war bis zum 8. November geöffnet. Hier konnten sich zuletzt Reiserückkehrer testen lassen, die aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind.