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Coronavirus: Informationen für Reisende

Touristische Übernachtungen nicht erlaubt

Aufgrund der hohen Infektionszahlen sind alle Bürgerinnen und Bürger weiterhin aufgefordert, auf nicht zwingend notwendige Reisen zu verzichten. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder verständigt. Die niedersächsische Landesregierung weist in der Corona-Verordnung darauf hin, dass private Reisen, tagestouristische Ausflüge sowie private Besuche zu vermeiden sind.

Einrichtungen wie Hotels oder Pensionen dürfen Übernachtungsangebote nur noch für zwingend notwendige Zwecke wie etwa unverzichtbare Dienstreisen zur Verfügung stellen. Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Gästehäusern oder Ferienwohnungen zu touristischen Zwecken sind in Deutschland nicht gestattet.

Eigene Ferienwohnungen oder Ferienhäuser dürfen selbst benutzt werden, dies gilt auch für Dauercamper. Tagesreisen sind nicht grundsätzlich verboten. Jedoch sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, auch darauf zu verzichten.


Generelle Testpflicht bei Flugeinreisen

Für Flugreisende aus dem Ausland gilt seit dem 30. März eine Corona-Testpflicht vor dem Abflug nach Deutschland. Das ist eine Vorsichtsmaßnahme, um eine Ausbreitung des Virus durch Urlaubsreisen zu vermeiden. Die Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundesgesundheitsministeriums wurde entsprechend geändert.

Wer vor dem Abflug kein negatives Testergebnis vorlegen kann, darf nicht befördert werden. Flugreisende müssen den Corona-Test selbst bezahlen. Die neue Testpflicht gilt vorerst bis einschließlich 12. Mai. Weitere Informationen zur neuen Testpflicht bei Flugeinreisen gibt es hier.


Einreisende aus internationalen Risikogebieten

Seit Mitte Februar gelten für Ein- und Rückreisende aus internationalen Corona-Risikogebieten neue Regeln, die das Land Niedersachsen in der Quarantäne-Verordnung festgehalten hat.

Wer nach Niedersachsen reist und sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet im Ausland aufgehalten hat, muss entweder einen höchstens 48 Stunden alten Corona-Test auf Deutsch, Englisch oder Französisch vorweisen oder sich unmittelbar nach Einreise auf das Coronavirus testen lassen. Das gilt für alle einreisenden Personen aus einem Risikogebiet (also auch für Kleinkinder).

Auch wenn dieser erste Test negativ ist, müssen sich die Einreisenden unverzüglich in eine 14 Quarantäne begeben. Das bedeutet: Unmittelbar nach der Einreise aus einem internationalen Risikogebiet müssen sich Betroffene auf direktem Wege in die eigene Wohnung, an den Ort des gewöhnlichen Aufenthalts oder in eine andere geeignete Unterkunft begeben und sich dort für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ununterbrochen von anderen Menschen absondern. Welche Länder derzeit zu den Corona-Risikogebieten gehören, listet das Robert-Koch-Institut (RKI) hier auf.

Die Quarantänezeit kann frühestens fünf Tage nach der Einreise beendet werden. Voraussetzung dafür ist ein Corona-Test mit negativem Testergebnis, der frühestens am fünften Tag nach der Einreise vorgenommen werden darf. Der Test muss die Anforderungen des RKI, die hier veröffentlicht sind, erfüllen (auf molekularbiologischer Untersuchung beruhendes ärztliches Zeugnis, PCR-Test) und dem Gesundheitsamt der Stadt Delmenhorst zugeschickt werden (zum Beispiel per E-Mail). Für welche Personengruppen eine Ausnahme von der Quarantänepflicht gilt, hat das Land Niedersachsen aufgelistet.

Aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten einreisende Personen, die über einen vollständigen Corona-Impfschutz verfügen, werden seit dem 19. April wie Personen behandelt, die über ein tagesaktuelles negatives Testergebnis verfügen. Die Impfung mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff muss mindestens 15 Tage zurückliegen. Sie ist mit einem Eintrag in einen Impfausweis oder einer Impfbescheinigung zu dokumentieren. Diese geimpften Personen können zudem von individuellen Schutzmaßnahmen wie Quarantäne ausgenommen werden, solange sie keine Symptomatik aufweisen.

Seit dem 16. Dezember sind die Corona-Tests für Reiserückkehrer aus internationalen Risikogebieten nicht mehr kostenlos. Der im Sommer eingeführte Anspruch ist ausgelaufen. Wer eine „vermeidbare Reise“ in Risikogebiete macht, bekommt für die Zeit der Quarantäne auch keine Verdienstausfallentschädigung mehr. Ausgenommen sind „außergewöhnliche Umstände“ (zum Beispiel die Geburt eigener Kinder oder der Tod naher Angehöriger).

Wer aus einem internationalen Corona-Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt, muss sich neben der Absonderung unverzüglich über das Internetportal www.einreiseanmeldung.de melden und auf das Vorliegen der Quarantänepflicht hinweisen. Das Gesundheitsamt kann Reiserückkehrer aus Risikogebieten innerhalb von 14 Tagen nach Einreise dazu auffordern, ein negatives Testergebnis vorzulegen oder einen Corona-Test zu machen.

Bei Nichteinhalten der Regeln droht ein hohes Bußgeld. Nach dem Infektionsschutzgesetz ist das eine Straftat und kann mit bis zu 25.000 Euro Strafe geahndet werden.

Antworten auf häufig gestellte Fragen hat das Land Niedersachsen hier zusammengefasst.


Einreisende aus Hochrisikogebieten

Für Personen, die aus Regionen mit einem besonders hohen Corona-Infektionsrisiko nach Deutschland einreisen, gelten neben der allgemeinen Test- und Nachweispflicht schärfere Regeln. Das sieht die Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundesgesundheitsministeriums vor. Eine Übersicht der Regionen, die aktuell zu den Hochrisikogebieten zählen, führt das RKI hier auf.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist, in dem besonders hohe Inzidenzen (Fallzahlen) bestehen oder besonders ansteckende Virusvarianten (Mutationen) verbreitet sind, muss bereits bei Einreise einen Nachweis über ein negatives Testergebnis oder entsprechendes ärztliches Zeugnis über das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus mitführen. Diese Reisenden sind zudem verpflichtet, den Nachweis auf Anforderung des Beförderers bei Abreise, der zuständigen Behörde bei Einreise oder bei polizeilicher Kontrolle vorzulegen.

Der Corona-Test darf frühestens 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein. Der Nachweis über ein negatives Testergebnis oder entsprechendes ärztliches Zeugnis ist auf Papier oder in einem elektronischen Dokument jeweils in deutscher, englischer oder französischer Sprache zu erbringen. Der durchgeführte Test muss die vom RKI genannten Anforderungen erfüllen.

Die Quarantänepflichten der Niedersächsischen Quarantäne-Verordnung gelten weiterhin. Reisende aus Hochrisikogebieten können die 14-tägige Quarantänezeit nicht verkürzen.

Einreisebeschränkungen aus Virusvarianten-Gebieten

Die Bundesregierung hat Ende Januar mit einer zusätzlichen Coronavirus-Schutzverordnung ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen beschlossen, um die Ausbreitung der neuen Virusvarianten einzudämmen. Für einige Länder, in denen sich besonders ansteckende Varianten des Coronavirus stark ausgebreitet haben, gilt in Deutschland nach Verlängerung der Verordnung vorerst bis zum 12. Mai eine weitreichende Einreisesperre. Das RKI veröffentlicht eine fortlaufend aktualisierte Liste der Virusvarianten-Gebiete.

Das Beförderungsverbot für Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten beinhaltet jedoch Ausnahmen. So können Deutsche oder in Deutschland lebende Ausländer weiterhin aus diesen Ländern einreisen. Auch für Transitpassagiere und den Warenverkehr gelten Ausnahmen.

Bei ausnahmsweise noch erlaubter Einreise aus Virusvariantengebieten kann die Quarantäne nicht durch Nachweis einer vollständigen Schutzimpfung vermieden oder verkürzt werden, da bestimmte Virusvarianten zu einer geringeren Wirkung des Impfschutzes führen könnten.


Corona-Test beim Hausarzt

Einige Arztpraxen führen die Testung selber durch, andere überweisen an eine Infektionspraxis. Seit Oktober 2020 können Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten nur noch über den Hausarzt oder Infektionspraxen durchgeführt werden.

Wer sich beim Hausarzt testen lassen möchte, sollte unbedingt vorher dort anrufen, um das weitere Vorgehen abzusprechen. Zudem gibt es unter der Telefonnummer 116117 und im Internet unter www.116117.de weitere Informationen, wo ein Test gemacht werden kann.


Testzentren

Die Corona-Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) für Reiserückkehrer sind seit Mitte September 2020 wegen der Neuregelungen des Bundesgesundheitsministeriums vorerst geschlossen.