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Coronavirus: Informationen für Besucher von Krankenhäusern

Niedersachsen lockert Besuchsverbot

Die Landesregierung hat das strikte Besuchsverbot für Krankenhäuser, Vorsorge- und Reha-Einrichtungen, Pflegeheime sowie Senioren- und Behinderteneinrichtungen gelockert. Bewohner und Patienten dürfen künftig wieder, wenn es die örtlichen Hygienemaßnahmen zulassen, von mehr als einer Person Besuch empfangen. Die genauen Regeln für den Besuchsverkehr geben die jeweiligen Einrichtungen vor.

Voraussetzung ist, dass es in der Einrichtung aktuell kein aktives Corona-Infektionsgeschehen gibt. Die reguläre stationäre Behandlung von Covid-19-Patienten in Krankenhäusern stellt kein Infektionsgeschehen dar. Zudem mussten die Einrichtungen im Vorfeld ein Hygienekonzept erarbeiten und vom Gesundheitsamt genehmigen lassen.

Die Besucher müssen das Hygienekonzept beachten und ihre Kontaktdaten hinterlegen. Die Einrichtung hat zudem den Zeitpunkt des Betretens und Verlassens zu dokumentieren. Die Daten müssen drei Wochen lang aufbewahrt werden, um eventuelle Infektionsketten nachvollziehen zu können.

Checkpoint im Josef-Hospital Delmenhorst

Auch das Josef-Hospital Delmenhorst (JHD) hat seine Besuchsregelungen aufgrund der gelockerten Kontaktregelungen durch das Land Niedersachsen angepasst. Weitere Informationen zur Besuchsregelung sowie den Besuchszeiten im JHD gibt es hier.

Damit im Krankenhaus weiterhin ein optimaler Schutz vor dem Coronavirus gewährleistet ist, hat das JHD rechts neben dem Haupteingang einen neuen Zugang mit einem Checkpoint eingerichtet. Dort müssen Patienten und Besucher einen Fragebogen ausfüllen und ihre Temperatur messen lassen. Wer Symptome einer Corona-Infektion hat, darf nicht ins Krankenhaus.

Seit Mitte Mai nimmt das JHD wieder Patienten mit planbaren Eingriffen und Behandlungen auf.

Aufnahmestopp für Pflegeheime

Nach mehreren Todesfällen in einem Wolfsburger Pflegeheim hatte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann am 30. März einen generellen Aufnahmestopp für neue Bewohner in den Alten- und Pflegeheimen des Landes verhängt.

Das Niedersächsische Gesundheitsministerium hatte zudem 22 der 78 niedersächsischen Rehakliniken in Niedersachsen angewiesen, ab sofort Patienten aus regulären Krankenhäusern zu übernehmen, die nicht mit dem Corona-Virus infiziert sind. Durch die Anordnung konnte das Land rund 2.000 zusätzliche Krankenhausbetten schaffen.

Das Gesundheitsministerium wies darüber hinaus weitere Rehaeinrichtungen in Niedersachsen an, Kapazitäten für Kurzzeitpflegeplätze zu schaffen. Somit erhalten die Krankenhäuser mehr Platz für die Behandlung von Covid-19-Erkrankten, weil andere Patienten ab sofort in die Reha-Kliniken entlassen werden können.