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Coronavirus: Informationen für Besucher von Krankenhäusern

Besuchsverbote für Krankenhäuser und Heime

Zum Schutz insbesondere überdurchschnittlich gefährdeter Menschen, wie Krankenhaus-Patienten und Bewohner von Seniorenheimen, und des Personals, das sich um diese Gruppen kümmert, hat die Stadt Delmenhorst am 19. März eine weitere Allgemeinverfügung erlassen. Sie gilt vorerst bis zum 18. April.

Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen mussten demnach geeignete Maßnahmen ergreifen, um den Eintrag von Sars-CoV-2-Erregern zu erschweren. Insbesondere gelten Besuchs- und Betretungsverbote mit nur wenigen Ausnahmen. Vollständig schließen mussten öffentlich zugängliche Angebote in den entsprechenden Häusern, wie Kantinen und Cafeterien. Jegliche Veranstaltungen in den Einrichtungen sind verboten.

Allgemeine Besuchsverbote betreffen ebenso Seniorenheime sowie Heime für Pflegebedürftige oder Menschen mit Behinderungen. Auch dort gibt es nur wenige Ausnahmen. Einrichtungen der Tagespflege sind bis auf eine Notbetreuung in kleinen Gruppen zu schließen. Die Notbetreuung ist auf Pflegebedürftige beschränkt, deren Angehörige sich wegen Tätigkeiten in der sogenannten kritischen Infrastruktur – unter anderem Gesundheitswesen, Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und Justiz – nicht um sie kümmern können.

Aufnahmestopp für Pflegeheime

Nach mehreren Todesfällen in einem Wolfsburger Pflegeheim hat Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann am 30. März einen generellen Aufnahmestopp für neue Bewohner in den Alten- und Pflegeheimen des Landes verhängt. Es sei denn, die Einrichtung könne eine strikte zweiwöchige Quarantäne gewährleisten, so Reimann.

Das Niedersächsische Gesundheitsministerium hat zudem 22 der 78 niedersächsischen Rehakliniken in Niedersachsen angewiesen, ab sofort Patienten aus regulären Krankenhäusern zu übernehmen, die nicht mit dem Corona-Virus infiziert sind. Durch die Anordnung konnte das Land rund 2.000 zusätzliche Krankenhausbetten schaffen.

Das Gesundheitsministerium wies darüber hinaus weitere Rehaeinrichtungen in Niedersachsen an, Kapazitäten für Kurzzeitpflegeplätze zu schaffen. Somit erhalten die Krankenhäuser mehr Platz für die Behandlung von Covid-19-Erkrankten, weil andere Patienten ab sofort in die Reha-Kliniken entlassen werden können.