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Coronavirus: Impfzentrum

Impfungen in der Sporthalle Am Wehrhahn

Das Corona-Impfzentrum Delmenhorst befindet sich in der Sporthalle Am Wehrhahn (Am Wehrhahn 6, 27753 Delmenhorst). Eine Impfung ist nur nach vorheriger Terminbuchung möglich. Fragen zum Impfzentrum Delmenhorst werden unter (04221) 916400 beantwortet.

An diese Telefonnummer können sich auch Menschen wenden, die eine Fahrmöglichkeit benötigen. 
Die vom Land Niedersachsen veröffentlichte Regelung zur Kostenübernahme für Impffahrten mit dem Taxi oder Mietwagen für mobilitätseingeschränkte Personen gibt es hier.

AstraZeneca-Impfungen nur noch für Menschen ab 61 Jahren

In Niedersachsen steht der Corona-Impfstoff von AstraZeneca seit 31. März nur noch für Menschen ab 61 Jahren, die den Priorisierungsgruppen eins und zwei angehören, zur Verfügung. Damit folgt die Landesregierung einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO).

Als Grund für die Empfehlung weist die STIKO auf Gerinnungsstörungen hin, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung aufgetreten sind und in Einzelfällen einen tödlichen Verlauf nehmen. Beobachtet wurden diese seltenen schweren Nebenwirkungen überwiegend bei Menschen unter 60 Jahren. Die STIKO empfiehlt daher, AstraZeneca für Personen im Alter ab 61 Jahren zu verwenden. Ein Einsatz unterhalb dieser Altersgrenze bleibt indes nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich.

Wer schon einen Impftermin mit AstraZeneca hat, ausführlich über die Risiken aufgeklärt ist und trotzdem mit diesem Impfstoff geimpft werden möchte, den dürfen die Impfzentren laut Mitteilung des Landes auch weiterhin damit impfen. Neue Termine mit AstraZeneca vergibt das Land dagegen nicht mehr an Menschen bis 60 Jahre. Dieser Personenkreis soll künftig grundsätzlich in den Hausarztpraxen geimpft werden.

Hinsichtlich der zweiten Impfstoffdosis für die unter 60-Jährigen, die ihre erste Impfung bereits mit AstraZeneca erhalten haben, empfiehlt die STIKO, eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs (etwa Biontech oder Moderna) zwölf Wochen nach der Erstimpfung zu verabreichen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben entschieden, dieser Empfehlung zu folgen.

Nach einer Unterbrechung wegen der beobachteten seltenen Nebenwirkungen hatten die Impfzentren in Niedersachsen die Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca am 19. März zunächst für alle Altersgruppen wieder aufgenommen. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte den Impfstoff AstraZeneca am 18. März als „sicher und wirksam“ eingestuft. Zuvor waren die AstraZeneca-Impfungen vorsorglich für mehrere Tage gestoppt worden, da eine auffällige Häufung bestimmter Thrombosen in zeitlicher Nähe zu AstraZeneca-Impfungen festgestellt worden war.

Das für Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut weist darauf hin, dass sich Personen, die den Impfstoff AstraZeneca erhalten haben und sich mehr als vier Tage nach der Impfung zunehmend unwohl fühlen – etwa starke und anhaltende Kopfschmerzen oder punktförmige Hautblutungen –, unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben sollten.

Vergabe von Impfterminen

Ab sofort können in Niedersachsen Menschen ab 70 Jahren sowie die weiteren Impfberechtigten der zweiten Priorisierungsgruppe (Personen mit besonderen Erkrankungen, in besonderen Lebenslagen und Personal in bestimmten Einrichtungen) einen Termin für die Corona-Schutzimpfung vereinbaren.

Somit können auch alle Frauen und Männer aus der Stadt Delmenhorst, die über 70 Jahre sind, beim Land Niedersachsen unter der Telefonnummer (0800) 9988665 oder im Internet auf www.impfportal-niedersachsen.de einen Termin beantragen oder sich verbindlich auf die Warteliste für einen Impftermin setzen lassen. Die Hotline ist montags bis sonnabends in der Zeit von 8 bis 20 Uhr erreichbar. Vergeben werden zwei Termine – einer für die Erst- und einer für die Folge-Impfung, nach der erst der volle Impfschutz wirksam ist.

Zusätzlich werden Personen, die älter als 70 Jahre sind, nach Jahrgängen gestaffelt von der Landesregierung angeschrieben. Das persönliche Anschreiben enthält alle wichtigen Informationen für die Anmeldung. Alle Personen ab einem Alter von 70 Jahren sind auch dann impfberechtigt, wenn sie kein solches Schreiben erhalten haben.

Wichtig: Wer jetzt schon auf der Warteliste registriert ist (unter anderem über 80-Jährige), behält seinen bevorzugten Terminanspruch. Darüber hinaus können weiterhin Personen aus der Priorisierungsgruppe eins (unter anderem über 80-Jährige) Termine vereinbaren oder sich auf die Warteliste setzen lassen. Weitere Hinweise zur Corona-Schutzimpfung gibt das Land Niedersachsen hier.

Hinweise: Gut vorbereitet zum Impftermin

Impfwillige können selbst einen Teil zum reibungslosen Ablauf im Impfzentrum beitragen, sodass sich ihr zeitlicher Aufwand für die Corona-Schutzimpfung in Grenzen hält.

Wichtig ist, schriftliche Unterlagen wie Impfbuch und – soweit vorhanden – Medikamentenplan mitzubringen. Die Impfwilligen können zudem einen Anamnese- und Einwilligungsbogen sowie ein Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung bereits in Ruhe zu Hause durchlesen und ausfüllen.

Damit es im Wartebereich nicht zu voll wird, sollten die Impfwilligen nicht überpünktlich kommen. Mehr als zehn Minuten vor dem angesetzten Termin sollten vermieden werden.

Wer aus medizinischen Gründen zur zweiten Gruppe gehört, muss zur Impfung ein entsprechendes Attest mitbringen. Menschen, die aufgrund ihrer Berufstätigkeit in der ersten oder zweiten Gruppe eingestuft sind und noch kein Impfangebot über den Arbeitgeber erhalten haben, können sich ebenfalls über das Impfportal anmelden. Beim Termin ist dann eine Bescheinigung des Arbeitgebers vorzulegen.

Schreiben der Stadt an über 80-Jährige

Impfberechtigte Personen in Delmenhorst, die 80 Jahre und älter sind, haben Post von der Stadt erhalten. Das Schreiben enthält auf einem zusätzlichen Merkblatt unter anderem Informationen zur Corona-Schutzimpfung, zum Impfzentrum und zur Terminvergabe. Zuvor sollen die Menschen dieser ersten Impfgruppe mit höchster Priorität bereits einen Brief des Landes Niedersachsen bekommen haben.

Wichtig: Alle Personen ab einem Alter von 80 Jahren sind auch dann impfberechtigt, wenn sie kein solches Schreiben erhalten haben. Das Informationsschreiben des Sozialministeriums gibt es hier.

Hotline für Fragen zur Corona-Impfung

Das Land Niedersachsen hat eine Hotline zur Corona-Impfung eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, ihre Fragen rund um die Covid-19-Impfung mit einem Anruf unter der Telefonnummer (0800) 9988665 zu klären. Die Hotline ist montags bis sonnabends in der Zeit von 8 bis 20 Uhr erreichbar. An 
Sonn- und Feiertagen ist die Hotline geschlossen.

Das Bundesministerium für Gesundheit informiert auf seiner Homepage umfassend über das Thema Corona-Impfung und gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen. Weitere Informationen zur Covid-19-Impfung hat das Land Niedersachsen zusammengestellt.

Das Robert-Koch-Institut informiert mit einem Aufklärungsmerkblatt über die Covid-19-Impfung. Das Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung gibt es in rund 20 Sprachen hier.

Sporthalle Am Wehrhahn: Standort überzeugt mit Infrastruktur

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung genehmigte das von der Stadtverwaltung vorgelegte Konzept für das Delmenhorster Corona-Impfzentrum in der Sporthalle Am Wehrhahn (Am Wehrhahn 6, 27753 Delmenhorst) und übermittelte die Einsatzverfügung für den Betrieb.

Der Standort Sporthalle Am Wehrhahn wurde unter anderem wegen der vorhandenen guten Infrastruktur gewählt. Das Gebäude bietet vielfältige Möglichkeiten, verfügt über die erforderliche Ausstattung und Fläche, ist mit Bus und Bahn gut erreichbar und hält zudem ausreichend Parkplätze vor.

DRK ist Betreiber

Zuständig für die Errichtung und auch für den Betrieb des Impfzentrums ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Kreisverband Delmenhorst. Das DRK hatte sich auf Basis eines Interessenbekundungsverfahrens offiziell beworben und ist von der Stadt als Betreiber des Impfzentrums beauftragt worden.

Aufbau des Impfzentrums

Für das Impfzentrum ist zu Beginn eine sogenannte Impfstraße geplant. In der letzten Ausbaustufe sind sogar drei Impfstraßen vorgesehen. Das bedeutet, dass gleichzeitig zwölf Personen geimpft werden können. Vor der Corona-Impfung gibt es ein persönliches Vier-Augen-Gespräch mit einem Arzt. In diesem Gespräch können zwischen Arzt und zu impfender Person offene Fragen beantwortet und letztendlich die Entscheidung getroffen werden, ob geimpft wird oder nicht.

Zu dem festen Impfzentrum in der Sporthalle Am Wehrhahn erfolgte gleichzeitig der Aufbau von zwei mobilen Impfteams, die in Einrichtungen vor Ort zum Einsatz kommen. Wer wann geimpft wird, entscheidet nicht die Stadtverwaltung Delmenhorst, sondern das Land Niedersachsen. Impfstoffbeschaffung, Impflogistik und auch das Terminmanagement für die landesweiten Zentren werden einheitlich durch das Land organisiert.

In welcher Reihenfolge wird geimpft?

Auf Grundlage der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und des Ethikrates hat das Bundesgesundheitsministerium hierzu eine Verordnung erlassen, die die Reihenfolge der Impfungen entsprechend regelt. Alle Bundesländer, also auch das Land Niedersachsen, müssen sich an diese Reihenfolge halten.

Zur ersten Gruppe gehört neben Menschen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, unter anderem auch das Gesundheitspersonal mit einem sehr hohen Infektionsrisiko. Dazu zählen zum Beispiel Beschäftigte von Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten.

Zur zweiten Gruppe mit hoher Priorität zählen unter anderem Menschen, die älter als 70 Jahre sind, sowie Personen mit besonderen Erkrankungen (etwa Demenz, geistige Behinderung, Krebserkrankung, Diabetes), in besonderen Lebenslagen (etwa enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen) und Personal in bestimmten Einrichtungen (etwa Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind; Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Grund-, Sonder- oder Förderschulen tätig sind).

Zur dritten Gruppe gehören unter anderem Menschen, die älter als 60 Jahre sind. Auch Polizei, Feuerwehr, Lehrer sowie Mitarbeiter in Unternehmen der kritischen Infrastruktur werden der dritten Gruppe zugeordnet.