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Städtisches Einzelhandelskonzept

Das Einzelhandelskonzept der Stadt Delmenhorst von 2008 wird derzeit fortgeschrieben. Nähere Informationen sind im unten stehenden pdf-Dokument enthalten. Ziel ist es, dem Stadtrat bis Juni 2017 ein neues Einzelhandelskonzept zum Beschluss vorzulegen.

Mit der gesamtstädtischen Betrachtung kann (durch die Bauleitplanung) in Teilen des Stadtgebietes Einzelhandel gänzlich ausgeschlossen oder bezüglich der Größe der Verkaufsfläche und Sortimente beschränkt werden. Mit dieser Steuerung sollen Investitionen im Einzelhandel auf Orte gelenkt werden, die aus Sicht der Stadtentwicklung und der städtebaulichen Ordnung sinnvoll sind (insbesondere Innenstadt und geeignete Standorte für die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung).

Verbindlichkeit des Konzeptes als Steuerungsinstrument

Mit Beschluss des Rates vom 28. Februar 2008 besteht eine klare politische Willensbekundung zum Erhalt und zur langfristigen Stärkung der zentralen Versorgungsbereiche. Dies sind die Nahversorgungszentren für die wohnortnahe Versorgung und insbesondere der Hauptgeschäftsbereich in der Innenstadt.

Das Kapitel 7 des Einzelhandelskonzeptes ist verbindlich, sowohl für die Stadtentwicklung und als auch für planungsrechtliche Entscheidungen der Stadtverwaltung und des Rates mit seinen Ausschüssen. Es gilt im Sinne eines städtebaulichen Konzeptes zur Erhaltung und Entwicklung zentraler Versorgungsbereiche (gemäß § 1 Absatz 6 Nr. 11 des Baugesetzbuches).

Enthalten ist unter anderem die Festlegung der Zentrenstruktur in drei Kategorien zentraler Versorgungsbereiche (Hauptgeschäftsbereich der Innenstadt, Nahversorgungszentren und Sonderstandorte für großflächigen Facheinzelhandel) in Kapitel 7.2 und 7.4, die dazugehörigen Grundsätze für die Entwicklung des Einzelhandels in Kapitel 7.3 sowie die Delmenhorster Sortimentsliste in Kapitel 7.5. In dieser sind die zentrenrelevanten und nicht zentrenrelevanten Warensortimente für die spezielle Situation des Delmenhorster Einzelhandels definiert.

Mit der Verbindlichkeit des Einzelhandelskonzeptes für Verwaltung und Kommunalpolitik ergibt sich für die Akteure im privatwirtschaftlichen Bereich eine Planungs-, Investitions- und Rechtssicherheit. Die Zielsetzung der Stärkung der Innenstadt kann dadurch gefördert werden. Die Konzepterarbeitung wurde von der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer und vom Unternehmerverband Einzelhandel Nordwest unterstützt und begleitet.

Umsetzung der Empfehlungen für die Innenstadt

Für die Entwicklung und Revitalisierung der Innenstadt sind im Kapitel 8 gutachterliche Handlungsempfehlungen benannt, die neben einer funktionalen Stärkung als Einzelhandelsstandort insbesondere die gestalterische Qualität des öffentlichen Raumes und die Kooperation zwischen Privaten, Stadt und Öffentlichkeit betreffen.

Die benannten Handlungsempfehlungen berühren sowohl Aufgaben der Stadt als auch das Engagement und die Investitionen der Kaufleute und Immobilienbesitzer in der Innenstadt. Aus diesem Grund sind die in Kapitel 8 benannten Handlungsempfehlungen durch den Rat als weitere Planungsgrundlage für die Verwaltung beschlossen worden.

Die Umsetzung dieser Handlungsempfehlung obliegt der Stadtverwaltung und der Stadtmarketing Delmenhorst GmbH mit ihren jeweiligen Aufgabengebieten unter Einbeziehung eines "Runden Tisches Einzelhandel".