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Delmenhorst im Wandel der Zeit
Fotografien von gestern und heute
Eine Stadt ist ständig im Wandel. Manches Schöne,
das uns lieb geworden ist, ist uns leider auch zu teuer geworden und musste Neuem weichen.
Vieles fiel auch dem Modernisierungswahn und Gewinnstreben früherer Jahrzehnte zum
Opfer. Auf der anderen Seite wurde aus so manchem "Schandfleck" ein "Schmuckstück"
In Ihrem neu erschienen Bildband "Delmenhorst - Fotografien von gestern und heute" haben Stadtarchivar Werner Garbas und Simone Mövens, nicht immer ohne Wehmut, Stadtansichten von gestern und heute gegenüber gestellt.
Mit ihrer freundlichen Genehmigung bringen wir hier 2 Gegenüberstellungen aus dem Buch |
Der Bildband "Delmenhorst - Fotografien von gestern und heute" von Werner Garbas und Simone Mövens ist im Wartberg Verlag erschienen und kostet 16,80 € ISBN-Nr.: 3-8313-1134-X
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Vom "Hotel zur Post" zum Logenhaus
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Das „Hotel zur Post“, das im Jahr 1900 gegenüber dem Kaiserlichen Postamt am Bahnhofsvorplatz seinen Betrieb aufnahm, gehörte über Jahrzehnte zum Besten, was die Stadt an Hotellerie zu bieten hatte. 1974 schloss der Gastronomiebetrieb, eng mit dem Namen der Familie Peter verbunden, weil eine umfassende Modernisierung nicht zu leisten war. Es dauerte bis 1980, bis das Haus, inzwischen zur Ruine verkommen, abgerissen wurde. An seine Stelle trat 1984 der Neubau der Bauherrengemeischaft Rainer Grahl und der Johannis-Loge „Horst zur Beständigkeit“, der auch von der Freimaurerloge „Lessing an der Delme“ als Logenhaus genutzt wird. Der bereits 1978 umgestaltete Bahnhofsvorplatz erhielt in den Jahren 1994/95 noch einmal ein neues Gesicht. Zwischen Wittekind- und Koppelstraße entstand der neue ZOB mit der Zielbestimmung, den Bus- und Bahnverkehr besser miteinander zu verzahnen und einen fahrgastgerechten, modernen und attraktiven Personennahverkehr zu ermöglichen. Kern des Busbahnhofs bildet eine über 130 m lange Verkehrsinsel mit 12 Halte- und Abfahrtsbuchten, auf der eine Stahlkonstruktion mit begehbarem Verbund-Sicherheitsglas, Sonnenschutz und Regensegeln erichtet wurde. Das über 7 Millionen DM teure Projekt konnte mit einer Feier am 26. Mai 1995 seiner Bestimmung übergeben werden.
Gravierender baulicher Wandel in der Kirchstraße
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 Foto oben: heute ist die Kirchstrasße Fussgängerzone in einer etwas bedrohlich wirkenden Häuserschlucht
Foto links: 1953 eine ruhige Straße mit altem Baumbestand und einen ein wenig kleinstädtischen Flair. |
Um 1953 stellte der Fotograf die Ansicht der Kirchstraße her, die uns auf die evangelische Stadtkirche „Zur Heiligen Dreifaltigkeit“ und den Kirchplatz mit seinem schönen Baumbestand blicken lässt. Im Juli 1957 fiel das lange traufständige Gebäude Nr. 1 vorne auf der linken Seite der Spitzhacke zum Opfer, auch das dahinter stehende Giebelhaus Nr. 2 wurde später für die Erweiterung des Kaufhauses Selve abgebrochen. Die Fassade vorne rechts musste 1990 dem Neubau des Wohn- und Geschäftshauses „City-Point“ weichen.
Heute ist das an die Lange Straße angrenzende erste Teilstück der Kirchstraße verkehrsberuhigt und in die Fußgängerzone miteinbezogen. Alte Bausubstanz ist durch eine Häuserschlucht ersetzt worden.
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