 |
|
|
Die Ehrenbürger der Stadt Delmenhorst |
| |
|
Erich Koch-Weser
Erich Koch-Weser wurde am 25. Mai 1928 der erste Ehrenbürgerbrief der Stadt Delmenhorst verliehen. Koch war von 1901 bis 1909 Bürgermeister der Stadt. Es war im wesentlichen sein Verdienst, dass Delmenhorst 1903 zur Stadt I. Klasse erhoben wurde.
1928 benannte die Stadt eine Straße in Düsternort nach Bürgermeister Koch. Diese wurde zwar 1933 durch die NS-Machthaber in "Schlageterstraße" umgewandelt, erhielt aber 1945 wieder ihren alten Namen.
Koch war schon 1933 nach Brasilien ausgewandert, um den nationalsozialistischen Verfolgungen zu entgehen. Dort starb er im Oktober 1944.
|
|
| |
Rudolf Königer
Rudolf Königer wurde am 26. Juli 1951 die Ehrenbürgerwürde der Stadt verliehen. Er war von 1919 bis 1933 der erste "Oberbürgermeister" der Stadt, denn diese Dienstbezeichnung gab es erst seit 1919. Die NS-Machthaber im Oldenburgischen Staatsministerium versetzten Rudolf Königer wegen seiner politischen Haltung in den Ruhestand.
Seine Verdienste für die Stadt liegen besonders im Bereich der Familienfürsorge. Erfolgreich arbeitete er auch auf dem Gebiet des Wohnungsbaus, insbesondere in Düsternort. Die Rudolf-Königer-Straße zwischen Markt- und Oldenburger Straße wurde nach dem Ende des letzten Krieges nach ihm benannt. Königer starb am 31.10.1954.
|
 |
| |
Wilhelm von der Heyde
Wilhelm von der Heyde wurde am 13. Dezember 1968 der dritte Ehrenbürger von Delmenhorst. Er war von 1919 bis 1933 Mitglied des Stadtparlaments, von 1946 bis 1955 und von 1956 bis 1968 Oberbürgermeister der Stadt.
Die Stadt ehrte ihn für sein Engagement bei der Überwindung der Kriegsfolgen und beim Wiederaufbau in Delmenhorst. Seit Dezember 1972 trägt das Schulzentrum an der Uhlandstraße seinen Namen. Von der Heyde starb am 24. Februar 1972.
|
 |
| |
Otto Jenzok
Otto Jenzok wurde am 9. Dezember 1985 posthum (er verstarb im
Amt) zum Ehrenbürger ernannt. Seine Witwe erhielt im
Rahmen eines Festaktes im Januar 1986 die Ernennungsurkunde.
Jenzok war von 1968 bis 1972 Bürgermeister und von 1976 bis zu
seinem Tode am 10.1.1984 Oberbürgermeister der Stadt. Am Kampf für die
Kreisfreiheit von Delmenhorst war er maßgeblich beteiligt. Seit
Januar 1986 heißt die Haupterschließungsstraße auf dem ehemaligen
VKS-Gelände "Otto-Jenzok-Straße". |
 |
| |
Ernst Eckert
Ernst Eckert (SPD) wurde am 18. Oktober 1988 die Ehrenbürgerwürde
verliehen. Er war Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender der
Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände. Dem Stadtrat gehörte
er von 1946 bis 1974 an. 1950/51 und von 1956 bis 1965
war er Bürgermeister, von 1968 bis 1974 Oberbürgermeister von
Delmenhorst. Am 5. Juli 1997 verstarb Ernst Eckert. |
 |
| |
Jürgen Mehrtens
Jürgen Mehrtens wurde am 7. April 1912 geboren. Er war Kriegsteilnehmer an der Ostfront. Seine Tätigkeit für die Delmenhorster Stadtverwaltung nahm er 1947 als Dezernent für das Wohnungs- und Flüchtlingsamt auf. 1952 wurde er zum Stadtrechtsrat ernannt und 1959 zum Stadtdirektor berufen. 1969 wurde er zum Oberstadtdirektor gewählt und lenkte die Geschicke der Stadt bis zu seiner Pensionierung 1977 souverän über alle parteipolitischen Grenzen hinweg. In seine Amtszeit fielen die Hochlegung der Bahn und die damit verbundene Umgestaltung des Bahnhofs und des Bahnhofvorplatzes, die Einrichtung und Gestaltung der Fußgängerzone und die Verschmelzung Delmenhorsts mit Hasbergen.
Nach seiner Pensionierung engagierte sich Jürgen Mehrtens bis zu seinem Tode am 15. April 2003 im sozial-karitativen und kulturellen Sektor weiterhin für Delmenhorst.
Seine Arbeit zum Wohle unserer Stadt und ihrer Bürger brachten ihm zahlreiche Ehrungen und Würdigungen, u.a. das Bundesverdienstkreuz, ein. Am 28. Oktober 1991 verlieh Delmenhorst Jürgen Mehrtens das Ehrenbürgerrecht. Er starb am 15. April 2003.
|
 |
| |
Jürgen Thölke
Geboren wurde Thölke am 10. April 1934 in Bremen. Der Berufsschullehrer zog 1967 in Delmenhorst zu. 1972 wurde er für die SPD in den Stadtrat gewählt, dem er mit Unterbrechung von 1974 bis 1976 bis 2001 angehörte. Zunächst Vorsitzender des Schulausschusses, dann des Landwirtschafts- und Umweltausschusses. 1981-1986 Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses.
1974-1986 Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag. Erhielt dort 1984 durch die niedersächsische Landesregierung das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Am 4. November 1986 wurde Thölke zum Oberbürgermeister der Stadt Delmenhorst gewählt, jeweils 1991 und 1996 erfolgte seine Wiederwahl. Thölke war Initiator und Gründungsmitglied des Kommunalverbundes Niedersachsen/Bremen e.V.
Ausgeschieden aus dem Amt des Oberbürgermeisters und dem Stadtrat im November 2001.
Die Ernennung zum Ehrenbürger erfolgte am 12. Februar 2002. Jetzt Arbeit für das Gemeinwohl als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände.
|
 Foto: dk (Horst Schilling) |
| |
|
Liste aller Bürgermeister der Stadt Delmenhorst seit 1423
Quelle: "Delmenhorst im Wandel der Zeit", Verlag Siegfried Rieck / Stadtarchiv Delmenhorst |