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Stadtempfang 2016

Ausblick auf den Aufbruch in Delmenhorst

In der geschmückten Markthalle hat Oberbürgermeister Axel Jahnz am Freitagabend, 16. Dezember, im Namen der Stadt Delmenhorst nahezu 250 geladene Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, sozialen Einrichtungen, Kirchen, Rettungs- und Katastrophenschutz sowie Bundeswehr zum traditionellen Stadtempfang begrüßt.

In seiner Rede ließ Oberbürgermeister Jahnz die Themen des Jahres Revue passieren und gab einen Ausblick auf die Schwerpunkte der kommenden Monate. "Ich bin froh, wenn wir diesen alten Beton, der nichts mehr taugt, aus der Stadt rausfahren können", sagte Jahnz zum bevorstehenden Abbruch der beiden Parkhäuser in der Innenstadt und mehrerer Wohnblocks am Wollepark.

Der Oberbürgermeister verwies auf die großen Projekte wie den Krankenhaus-Neubau in der Innenstadt und die Wiederbelebung der Hertie-Immobilie in der Stadtmitte. In Kürze soll es dazu einen Sachstandsbericht geben. Investor Werner Uhde verriet, dass Oberbürgermeister Jahnz das Wesentliche bereits bekannt sei, nannte aber keine Einzelheiten.

Arbeit verbleibt also auch im kommenden Jahr zur Genüge. „Wir müssen uns auch um die Neuentwicklung des alten Klinikum-Areals an der Wildeshauser Straße kümmern“, so Rathaus-Chef Jahnz. "Wenn in einigen Jahren das Krankenhaus zugunsten des Standorts in der Innenstadt aufgegeben wird, muss es fertige Pläne für das Gelände geben", sagte er.

Auch im Themenfeld Revitalisierung des sogenannten Pultern-Areals gebe es noch Handlungsbedarf. Ein weiteres Projekt sei die Umwandlung des nunmehr städtischen Delmod-Geländes in Bauland für privaten Wohnraum. "Ziel muss es sein,  Bürger zu halten oder auch aus anderen Kommunen zu holen", sagte Jahnz.

Bei einem deftigen Drei-Gänge-Menü, unter anderem stand eine "Kleine Kohlfahrt" auf dem Speiseplan, und einer reichhaltigen Auswahl an Kaffeespezialitäten konnten die Gäste ins Gespräch kommen und Kontakte pflegen.

Eine besondere Würdigung erfuhr Dr. Harald Groth. Mit warmen Worten und einem Präsent würdigte Jahnz den ehemaligen Oberbürgermeister und langjährigen SPD-Landtagsabgeordneten für sein Engagement zum Wohl des Delmenhorster Gesundheitswesens. Er habe den Zugang zu Ministerien und zu finanziellen Mitteln für den Krankenhausneubau geebnet.

Anknüpfend an die Premiere im vergangenen Jahr waren erneut Fotografien der jungen Kunstinitiative der Städtischen Galerie Delmenhorst "Copartikel" zu sehen. Aus der Reihe "Local Sessions" wurden Werke des Foto- und Grafikdesign-Teams Alexandra Cor und Sabine Lewandowski - das Unmittelbare, das Erreichbare und das Nebenan - in den Fokus gerückt.

Das "Duo Milou" umrahmte den Stadtempfang musikalisch. An Violine und Akkordeon boten Karin Christoph und Gisela Fischer eine Mischung aus argentinischem Tango, leichter Klassik, irischer Folklore und Swing.


17. Dezember 2016 - tif



Der Stadtempfang - eine Tradition

Bereits 1961 regte der damalige Oberbürgermeister Wilhelm von der Heyde an, einen "Ausspracheabend" mit Vertretern aus Wirtschaft, Bundeswehr und Behördenvertretern zu veranstalten. Zur Premierenausgabe des späteren "Stadtempfangs" kamen 150 Gäste ins Hotel "Zur Post".

Im Laufe der Jahre schwankte die Gästezahl stark, denn die Zusammensetzung der Gästeliste wurde ständig verändert. Zeitweise waren über 500 Personen zu Gast. Unter dem Titel "Stadtempfang" wurde die Veranstaltung erstmals im Jahr 1974 angekündigt.

Beginnend mit dem Jahr 2002 beteiligten sich Sponsoren der örtlichen Wirtschaft an der Ausrichtung des Abends. Von der dadurch bedingten Umbenennung in "Wirtschaftsempfang" fand man ab dem Jahr 2008 wieder zurück zum traditionellen "Stadtempfang".