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Stadtrundgang - Allgemein



Haus Coburg

Das Haus Coburg an der Ecke Fischstraße und Friedrich-Ebert-Allee beherbergt heute die Städtische Galerie Delmenhorst. Neben Werken von bedeutenden Künstlern wie Wassily Kandinsky, Paul Klee oder Paul Cézanne befinden sich in der Galerie 160 Papierarbeiten und Gemälde des Historienmalers Arthur Fitger.

Erbaut wurde das Gebäude 1905 vom Architekten Heinz Stoffregen als Arztpraxis mit Wohnbereich. Zunächst hatte hier der Arzt Hermann Coburg seinen Wohn- und Arbeitsplatz. Anschließend führte sein Sohn Hermann Coburg jun. die Praxis. Der Kultur- und Kunstfreund eröffnete im Jahr 1962 die Galerie "pro arte" in seinem Elternhaus. Im Jahr 1973 ging das Gebäude in städtischen Besitz über und wurde 1974 als Städtische Galerie neu eröffnet.

Öffnungszeiten während der Ausstellungen: Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr.

Katholische Kirche St. Marien

Die Kirche der Gemeinde St. Marien wurde 1903 im Stil der Neugotik erbaut. Ihr 70 Meter hoher Turm ist nach dem nahe gelegenen Fernsehturm das höchste Bauwerk in Delmenhorst.

Ihren Namen trägt die 1879 gegründete Gemeinde zur Erinnerung an die marianische Tradition des Klosters in Hude. Dieses wurde 1232 gegründet, 1286 folgte das Kollegiatstift St. Marien in Delmenhorst. Seit dem 17. Jahrhundert hatte es keine katholische Gemeinde mehr in Delmenhorst gegeben. Erst als mit der Industrialisierung am Ende des 19. Jahrhunderts die Zahl der Katholiken durch die Zuwanderung osteuropäischer Arbeiter zunahm, wurden die Stimmen nach einer katholischen Gemeinde wieder lauter.

Stadtkirche

Die Stadtkirche ist eines der wenigen erhaltenen Bauwerke aus dem vorindustriellen Delmenhorst. Die ältesten Mauern stammen aus dem 17. Jahrhundert. Ziegel des Huder Klosters wurden im Turm vermauert. 1789 wurde das Kirchenschiff erneuert. 1908 wurde schließlich der Turm aufgestockt. Zu erkennen ist dies noch heute an den unterschiedlichen Ziegelfarben.

Unter der Stadtkirche liegt die Grafengruft. Sie wurde in den Jahren 1614 bis 1619 angelegt. Noch heute sind dort die sterblichen Überreste des Delmenhorster Grafen Anton II., seiner Frau Sibylla Elisabeth, ihrer Tochter Sybilla Maria und ihres Sohnes Christian IX., dem letzten Delmenhorster Grafen, in Zinksärgen zu sehen.

Vor der Kirche wurde 1874 ein Obelisk aufgestellt, der an gefallenen Soldaten im Krieg gegen Frankreich erinnert.  Er ist das älteste Denkmal der Stadt.

Öffnungszeiten der Kirche und Gruft erhalten Sie auf Anfrage unter Telefon (04221) 9241833.

JHD Deichhorst (ehemals Klinikum Delmenhorst)

Das Klinikum Delmenhorst wurde 1928 eröffnet. Seine Klinkerfassade wurde vom Hamburger Architekten Fritz Höger entworfen. Nach der Fertigstellung des bekannten Chile-Hauses in Hamburg galt Höger als Meister im Umgang mit dem Baumaterial Klinker.

Neben dem eindrucksvollen Hauptgebäude hat Höger mit dem Maschinenhaus, der Isolierstation und dem Leichenhaus weitere Bauwerke gestaltet, die größtenteils noch erhalten sind. Auf dem benachbarten Friedhof an der Wildeshauser Straße steht eine von Höger entworfene Kapelle, deren Charakter allerdings durch einen Vorbau stark verändert wurde.

Seit 1. Januar 2016 firmieren das JHD Mitte (ehemals St. Josef-Stift Delmenhorst) und das JHD Deichhorst (ehemals Klinikum Delmenhorst) unter dem Dach der Josef-Hospital Delmenhorst gGmbH.

Nordwolle

Nördlich der Bahnlinie Oldenburg-Bremen befindet sich in zentraler Lage Delmenhorsts mit dem Nordwolle-Areal eines der größten Industriedenkmale Europas. Als Zeugnis der gründerzeitlichen Fabrikarchitektur beeindruckt die Nordwolle mit seinen industriellen Gebäudekomplexen. Das ausgedehnte Gelände gilt als überzeugendes Beispiel für die Wiederbelebung einer innerstädtischen Industriebrache. Nach der Schließung des Werks entstand ein Stadtteil, der Wohnen mit Kultur, Bildung und Gewerbe verbindet, und als Projekt an der Weltausstellung EXPO 2000 teilnahm.

Familienzentrum Villa

Heute dient die "Villa" an der Oldenburger Straße als Familienzentrum und Veranstaltungssaal. Mit zahlreichen Aufführungen ist sie ein zentraler Anlaufpunkt für das kulturelle Leben der Stadt.

Gebaut wurde das Haus allerdings, um dem hektischen Stadtleben zu entgehen. Der Bremer Unternehmer Emmanuel Thyarks ließ die "Villa" 1882 als ruhigen Landsitz für sich errichten. Vor dem starken Wachstum Delmenhorsts im Zuge der Industrialisierung war die Oldenburger Straße noch eine ländlich anmutende Lindenallee. Der noch in Teilen erhaltene Park hinter der "Villa" gibt einen Eindruck vom Charakter der Oldenburger Straße vor den Veränderungen des frühen 20. Jahrhunderts.

"Delfina" und "GraftTherme"

Das Delmenhorster Stadtbad, später "Delfina", ersetzte ab dem Jahr 1963 die Badeanstalt in der Graft. Nach aufwändigen Renovierungen in den Jahren 1981 und 1991 wurde zunächst im Jahr 2009 der Freibadbereich, im Juni 2010 auch das Hallenbad geschlossen.

Im August 2011 hat am gleichen Standort ein neues Freizeit- und Erlebnisbad mit Wellnessbereich eröffnet - die "GraftTherme".