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Noriko Yamamoto. Anweisung für die Welt

Noriko Yamamoto, Anweisung an die Welt (Ausschnitt), 2011
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© Noriko Yamamoto, Anweisung an die Welt (Ausschnitt), 2011

Vom 9. Februar bis zum 1. April zeigt die Städtische Galerie an der Fischstraße die Ausstellung "Noriko Yamamoto. Anweisung für die Welt".

Die Künstlerin, 1969 in Osaka/Japan geboren, hat 2011 als Meisterschülerin Yuji Takeotas den Preis des Freundeskreises der Hochschule für Künste Bremen erhalten. Dabei ist es vor allem die sensible Verknüpfung von analytischen, prozessualen und philosophischen Elementen, die die Jury mit Blick auf die klare und präzise Formensprache der Japanerin überzeugt hat.

Mit genau diesem Arbeitsansatz hat Yamamoto für die Städtische Galerie ihre erste museale Einzelausstellung vorbereitet. Sie wird mit rund 15 wichtigen Installationen und Skulpturen, mit vielen Zeichnungen, mit Video und im Rahmen der Eröffnung auch mit Performance aufwarten. Dabei kreist sie in all ihren Arbeiten um elementare Fragen des menschlichen Seins, vor allem um Fragen der Wahrnehmung und Kommunikation.

Immer wieder geht es um das Verhältnis von Innen und Außen, um Balance und Stabilität, um Plan und Zufall und um die Wandelbarkeit der Dinge. Sind dabei Strategien der Reduktion, des Verbergens und des Entzugs im Spiel, wird Yamamotos Skepsis gegenüber dem Sehen, unserem favorisierten Leitsinn, spürbar und damit auch ihr Appell an die Sensibilisierung unserer Wahrnehmungsmöglichkeiten.

Noch dazu erzählen all ihre Werke in der Art und Weise ihrer Entstehung von einer gesuchten Einsamkeit, Disziplin und Langsamkeit. Sie widersetzen sich damit unserer beschleunigten Alltagsrealität mit ihren schnell und inflationär formulierten Meinungen, Kommentaren und Argumentationen, vor allem unseren Vorstellungen von Zeitmanagement und Effizienz.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Die Schau "Anweisung für die Welt" wird großzügig von der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, vom Freundes- und Förderkreis der Hochschule für Künste Bremen, vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Delbus GmbH unterstützt.